Tiefkühl-Babys: Eines könnte noch leben
Aktualisiert

Tiefkühl-Babys: Eines könnte noch leben

Die drei Neugeborenen, die tot in einer Tiefkühltruhe im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen gefunden wurden, waren Mädchen. Mindestens eines wurde nach ersten Erkenntnissen lebend geboren und war lebensfähig.

Das gab die Staatsanwaltschaft Siegen nach ersten Untersuchungen durch Dortmunder Rechtsmediziner bekannt. Die Staatsanwaltschaft hatte bereits vor den Untersuchungen erklärt, sie habe «Anhaltspunkte», dass die Kinder lebend geboren wurden. Deshalb sei Haftbefehl wegen Totschlages gegen die Mutter erlassen worden.

Bei der ersten genaueren Untersuchung einer Babyleiche am Dienstag hätten die Mediziner keine Anzeichen äusserer Gewalteinwirkung oder Missbildungen gefunden, berichtete die Staatsanwaltschaft weiter.

Toxikologische und feingewebliche Untersuchungen zur weiteren Bestimmung der Todesursache stünden noch aus. Die beiden anderen Kinderleichen sollen am Mittwoch obduziert werden.

Die 44 Jahre alte Mutter, die in einem Teilgeständnis eingeräumt hatte, die Kinder vor vielen Jahren in der Truhe «abgelegt» zu haben, befindet sich weiter in einem Justizspital. Sie ist derzeit vernehmungsunfähig.

Entdeckt worden waren die Babyleichen am Samstag durch Zufall. Bei der Suche nach einer Tiefkühl-Pizza fand der 18 Jahre alte Sohn der 44-Jährigen auf dem Boden der elterlichen Kühltruhe drei Pakete.

(sda)

Deine Meinung