Aktualisiert 22.04.2010 06:06

Luzern

Tier-Vergleich sorgt für rote Köpfe

Ein Luzerner Jungpolitiker hat öffentlich Ausländer mit Tieren verglichen. Secondos sind empört und verlangen eine Entschuldigung.

von
Markus Fehlmann
Maurus Zeiers Vergleich ist für Ylfete Fanaj entwürdigend.

Maurus Zeiers Vergleich ist für Ylfete Fanaj entwürdigend.

Dienstagabend im Luzerner Fach- und Wirtschaftsmittelschulzentrum: Jungpolitiker diskutierten an einem öffentlichen Podium über das Thema Stimmrechtsalter. In seinem Schlusswort setzte sich Juso-Mitglied und SP-Grossstadtrat David Roth auch für das Ausländerstimmrecht ein. Dafür hatte Podiumsteilnehmer Maurus Zeier, seines Zeichens Präsident der Stadtluzerner Jungen FDP, wenig übrig. «Er rief dazwischen, dass man dann genauso gut auch Tieren das Stimmrecht geben könne», sagt Zuschauer und Juso-Vizepräsident Beni Knüsel.

Diese Äusserung sorgt bei der Partei Second@s Plus für helle Empörung. «Das ist eine Frechheit», ärgert sich Präsidentin Ylfete Fanaj, «dieser Vergleich verletzt die Würde der Ausländer.» Sie fordert, dass sich Zeier nun öffentlich für seinen Vergleich entschuldigt.

Ob der Jungpolitiker dieser Forderung nachkommen wird, ist noch nicht klar. Er war ­gestern für eine Stellungnahme für 20 Minuten nicht erreichbar.

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