Illegaler Hundehandel: Tierärzte müssen viele Welpen einschläfern

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Illegaler HundehandelTierärzte müssen viele Welpen einschläfern

Die Inserate klingen vertrauenswürdig, die Angebote seriös. Doch dann bekommt der Hundefreund einen kranken Welpen, der wegen Tollwut-Gefahr eingeschläfert werden muss.

Stammt der Welpe nicht aus Schweizer Zucht, ist die Gefahr gross, dass er gefährliche Krankheiten in sich trägt.

Stammt der Welpe nicht aus Schweizer Zucht, ist die Gefahr gross, dass er gefährliche Krankheiten in sich trägt.

Mit gefälschten Inseraten im Internet locken skrupellose Betrüger Schweizer Hundefreunde, die sich einen Vierbeiner zulegen möchten. Die gelieferten Hunde sind meist krank und unter schrecklichen Bedingungen in Osteuropa aufgewachsen.

«Es gibt einen traurigen Schwarzmarkt», sagt Corinne Abplanalp von der Tierschutzorganisation Vier Pfoten im «SonntagsBlick». «Pro Woche werden rund 400 Hunde in die Schweiz importiert», sagt Julika Fitzi, Präsidentin der Schweizer Tierärzte.

Tollwutrisiko als Todesurteil

Oft müssen die Welpen eingeschläfert werden, weil sie aus Ländern kommen, in denen ein Tollwutrisiko besteht. «Wir müssen im Kanton Graubünden pro Monat etwa ein Tier euthanasieren», sagt Tierarzt Hanimann. Im Kanton Zürich sind es rund zehn Tiere pro Jahr.

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