Aktualisiert 02.10.2012 16:14

Tierheim Oberbottigen

Tiere sehnen einen Neubau herbei

Platzproblem im Tierheim Oberbottigen. Der geplante Neubau liegt trotz widriger Umstände noch in weiter Ferne.

von
Nathalie Jufer
Trotz grosszügigen Zwingern platzt das Tierheim aus allen Nähten.

Trotz grosszügigen Zwingern platzt das Tierheim aus allen Nähten.

«Dass so etwas in der Schweiz passiert, ist eine Schande», sagt die Berner Tierfreundin Vreni Moser. Sie ist empört über die Zustände im Berner Tierheim Oberbottigen. Als die freiwillige Helferin kürzlich einen Hund des Tierheims ausführte, fielen ihr am Vierbeiner Bisswunden auf. «Das Tierheim platzt aus allen Nähten, die armen Tiere leiden darunter», so Moser. Auch wenn die Mitarbeiter ihr Bestes ­geben, müsse dringend mehr Platz her.

Beim Tierheim Oberbottigen bestätigt man die Misere mit dem Platz: «Wir sind immer voll ausgelastet, die Warteliste ist lange», sagt Tierpflegerin Erika Rufer. Die Tiere würden zwar artgerecht gehalten, aber auf so beschränktem Raum müsse man eben improvisieren: «Viele von uns nehmen Tiere abends nach Hause und leisten auch viele Überstunden», so Rufer. Die Arbeit unter solchen Umständen sei auch für die Mitarbeiter belastend.

Trotz der akuten Notlage steht der geplante Neubau in der Eymatt noch immer in der Warteschlaufe. Ein Umzonungsverfahren blockiert das neue Heim: «Uns sind die Hände gebunden», so Daniel Wyssmann vom Berner Tierschutz. Nun sei es an der Stadt, zu handeln: «Alle nötigen Dokumente liegen seit Februar beim Stadtplanungsamt», so Wyssmann

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