Tierfreunde stehen im Dauereinsatz
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Tierfreunde stehen im Dauereinsatz

Der Zürcher Tierrettungsdienst bilanziert erneut ein Rekordjahr. Gestern rückten die Helfer aus, um dem Sommerferien-Opfer Cyndy zu helfen.

Verängstigt sass gestern ein kleiner Hund vor dem Hauptgebäude der Kantonspolizei Zürich.

«Ich heisse Cyndy, bitte passt gut auf mich auf», stand auf einem Zettel. Cyndy wurde ausgesetzt. Der Zürcher Tierrettungsdienst wurde aufgeboten.

Die rund 40 freiwilligen Helfer bilanzieren ein trauriges Rekordjahr nach dem anderen: 1137-mal rückten sie in diesem ersten Halbjahr aus, um gequälten, abgeschobenen oder verunfallten Tieren in Not zu helfen. Das sind rund 10 Prozent mehr als in der gleichen Vorjahresperiode.

«Wir haben in diesem Jahr bereits 634 Tiere aufgenommen – 80 mehr als im letzten Halbjahr», sagt Claudia Staudenmann vom mit dem Rettungsdienst verbundenen Tierheim Pfötli. Das einzig Positive für Staudenmann: «Früher haben viele Besitzer ihre Tiere während der Sommerferien einfach ausgesetzt. Heute werden die meisten wenigstens im Tierheim abgegeben.»

Alexandra Roder

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