Aktualisiert 31.03.2007 08:26

Tierfutterskandal weitet sich aus

In den letzten Wochen starben in den USA 16 Haustiere an vergiftetem Futter. Jetzt stellt sich heraus: Es ist alles noch viel schlimmer. Millionen Dosen Tierfutter müssen zurückgerufen werden.

Nun soll auch Trockenfutter vom Markt genommen werden - eine erste Rückrufaktion begann gestern. Betroffen ist Hill's Pet Nutrition Katzenfutter mit Weizengluten eines ungenannten amerikanischen Lieferanten. Dieser hatte auch das Dosenfutter mit chemisch verseuchtem Gluten aus China importiert, das für den Tod von mindestens 16 Haustieren - 15 Katzen und einem Hund - verantwortlich sein soll.

Von dem Feuchtfutter wurden inzwischen 60 Millionen Dosen von fast 100 verschiedenen Marken zurückgerufen. Es bestand der Verdacht, dass das Futter die Substanz Aminopterin enthielt - ein Krebsmittel, das in den USA früher für Schwangerschaftsabbrüche verwendet worden war und das in manchen Ländern noch heute als Rattengift eingesetzt wird. Nähere Untersuchungen seitens der Lebens- und Arzneimittelbehörde FDA haben den ursprünglichen Verdacht jedoch nicht bestätigt.

Entdeckt wurde stattdessen Melamin, eine Chemikalie zur Herstellung von Kunststoffen. Diese ist nur in hoher Konzentration tödlich, so dass vorerst unklar blieb, ob sie tatsächlich für den Tod der betroffenen Haustiere verantwortlich war. Da die Substanz aber offensichtlich auch ins Trockenfutter gelangte, kam es jetzt zu der neuen Rückrufaktion. (dapd)

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