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Rettung in NotTierisch Glück im Unglück

Während ein Surfer ein im Meer strampelndes Känguru vor dem Ertrinken rettete, hielt ein Hund auf einer Autobahn den gesamten Verkehr auf, um seinen verletzten Artgenossen zu beschützen. So die neusten Rettungsmeldungen aus der Tierwelt.

Um ein Haar hätte seine Neugier ein Känguru im australischen Queensland das Leben gekostet: Nachdem das Beuteltier am Donnerstag ins vermeintlich kühle Nass gehüpft war, wurde es von einer Welle erfasst, die es vom Ufer wegtreiben liess. Hilflos in den Wogen des Ozeans strampelnd geriet das Känguru mächtig in Panik. Surfer Neil McCallum erkannte die missliche Lage des Tieres und bugsierte das verängstigte Geschöpf mithilfe seines Surfbretts wieder zurück an Land. Der unfreiwillige Badegast kam so mit dem Schrecken davon; kaum hatte es wieder festen Boden unter den Pfoten, ergriff es die Flucht. Der Retter selbst habe noch nie schwimmende Kängurus gesehen. Die Ehefrau des Retters hat den Rettungseinsatz mit ihrem Handy gefilmt. Das Videodokument hat sich bereits auf zahlreichen australischen Onlineportalen verbreitet. Augenzeugenberichten zufolge sind planschende Beuteltiere selten, aber möglich.

Nur über des Vierbeiners Leiche

$$VIDEO$$(Quelle: APTN Video)

Weniger Glück hatte ein Labrador in New York. Nichts konnte ihn davon abhalten, auf einer dicht befahrenen Strasse umherzustreunen - bis ein Autofahrer den Ausreisser zu spät bemerkte: Ein Lenker streifte den Hund, er blieb daraufhin regungslos mitten auf der Strasse liegen. Wenige Minuten später kam Hilfe - von einem Artgenossen. Der offensichtlich Erste Hilfe leistende Schäferhund hielt erst mal vor der Unfallstelle den ganzen Verkehr auf. Da dauerte es nicht lange, bis ein Korps Streifenwagen aufmarschierte. Diese Aktion geriet dem hilfsbereiten Vierbeiner in die ganz falsche Kehle: Näherten sich die Beamten dem verwundeten Tier, stellte sich der Schäferhund stets lauthals bellend zwischen seinen verletzten Freund und die uniformierten Zweibeiner. Nach mehreren gescheiterten Annäherungsversuchen gelang es einem Polizisten, den verteidigenden Kameraden mithilfe eines Stabs fernzuhalten, um den tierischen Patienten in einen der Polizeiwagen zu hieven.

Während der verwundete Hund im Streifenwagen Richtung Tierarzt davonbrauste, rannte der dazugestossene Kläffer dem Fahrzeug noch lange hinterher.

Laut Polizei wurde das angefahrene Tier mit einem gebrochenen Bein in die nächste New York City Tierklinik eingeliefert, wo er sich erholen wird. Was mit dem vierbeinigen Helden geschehen ist, war bis Redaktionsschluss nicht bekannt.

(dga)

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