Tierisch gut
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Tierisch gut

Kaum jemand mag sich in der Öffentlichkeit als Fan outen. Doch in Wirklichkeit sind Tierfilme gar nicht soooo langweilig. Das beweisen diese Zahlen.

0,01 Prozent betrug die Verlustrate durch Verfaulen von Eiern, nachdem der Zoologe und Tierfilmer Bernhard Grzimek die Form der Eier-Einkühlung verbessert hatte. Danach kamen die gefrorenen Oster-Eier in Mode. Und Grzimek bekam den Übernamen Oster-Eiser.

6 Jahre alt war der berühmte «Crocodile Hunter» Steve Irwin, als ihm sein Vater eine Pythonschlange schenkte. Drei Jahre später bekam er ein Krokodil. Nein, sein Vater hasste Steve nicht abgrundtief: Die Geschenke gelten als australisches Pendant zu Barbie- und Action-Figuren.

13 Saisons lange lebte das Bär-Spezialisten-Pärchen Timothy Treadwell und Amie Huguenard unter Grizzly-Bären im in Alaska. Bis sie von ihren gefährlichen Freunden verspiesen wurden. Was kann man dazu noch sagen? Selber schuld.

91,5 Meter tief tauchte der französische Meeresforscher Jacques-Yves Cousteau 1947 mit seinem selbst entwickelten Presslufttauchgerät namens «Aqualunge». Damit wars unter Wasser so schön, dass er gleich den damaligen Weltrekord im Freitauchen aufstellte.

4500 Tage verbrachten die 40 Spezialisten für den Film «Planet Earth» in der Wildnis, wobei sie in 26 Ländern an 200 verschiedenen Orten filmten. Klingt beeindruckend – ist es aber gar nicht. Phileas Fogg reiste in bloss 80 Tagen um die Welt.

7000 Stunden Filmmaterial hatten Alastair Fothergill und Andy Byatt parallel zur BBC-Reihe «The Blue Planet» gesammelt, als sie damit begannen, den Film «Deep Blue» zu komponieren. Das Endresultat dauerte gerade mal 83 Minuten. Das ist wohl Akribie par excellence.

8535 Meter über Meer, aus der offenen Tür eines nepalesischen Bombers, filmte das «Planet Earth»-Team jene Szene, in der ein abgewanderter Schwarm Prachtkraniche um den Mount Everest fliegt. Scheint, als hätten die Vögel wortwörtlich zum Höhenflug angesetzt.

20 000 Mäuse – oder 10 Menschen – könnte ein einzelner Schrecklicher Pfeilgiftfrosch mit seinem giftigen Hautsekret töten, sollte das Gift direkt in die Blutbahn gelangen. Warum die Armee diese Killerwaffe noch nicht für sich entdeckt hat, bleibt ein Rätsel.

600 000 Euro betrug das Höchstgebot für die Filmaufnahme, die zeigt, wie Steven Irwin sich den Stachel des Stachelrochens aus der Brust zieht, der ihn das Leben kosten sollte. Australische Fans des «Crocodile Hunters» übten nach dem tödlichen Vorfall Rache: Sie schlachteten zehn Stachelrochen. Auge um Auge, Stachel um Stachel.

Fabienne Schmuki

Wer nicht genug kriegen kann von niedlichen Tieren wie Knut oder Flocke: Am Sonntag, 24. Februar zeigt der Deutsche Tierfotograf Norbert Rosing seine Dia-Show «Im Reich des Eisbären» im Capitol Luzern.

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