Tierischer Wirbel um «gestohlene» Schafe
Aktualisiert

Tierischer Wirbel um «gestohlene» Schafe

21 Schafe wurden aus ihrem Stall in Halten gestohlen, meldete gestern die Kantonspolizei Solothurn. Der Schafhalter stand konsterniert vor dem leeren Stall. Doch plötzlich meldet sich die «Diebin».

«Ich habe die Hoffnung aufgegeben, meine Schafe je wieder zu sehen», sagt der Schafhalter, der anonym bleiben will, traurig. «Sie waren mein liebstes Hobby.»

Hilflos steht er vor dem leeren Stall, einer ehemaligen Schweinemästerei, und trauert seinen 21 Schafen nach. Auch der Nachbarsbauer macht sich Sorgen um seine Schweine. «Dieser Diebstahl gibt mir zu denken», so Thomas Affolter.

Doch plötzlich klärt sich der mysteriöse Fall auf. Die «Diebin» meldet sich bei der Polizei: Es ist die Kantonstierärztin Doris König. Sie hatte die Tiere beschlagnahmt, weil der Stall viel zu dunkel war. «Wir verboten dem Tierhalter vor einem halben Jahr, in diesem Stall Schafe unterzubringen», rechtfertigt König ihre Aktion. Doch dieser habe sich nicht daran gehalten. Deshalb sei sie unverzüglich eingeschritten.

Doch warum diese Hauruck-Aktion? «Ich konnte den Halter nie erreichen», sagt König. Jetzt befindet sich die Herde an einem geheimen Ort in tierfreundlicher Umgebung auf einer saftigen Weide. Sobald der Halter eine bessere Lösung für seine Schafe gefunden habe, dürfe er sie wieder haben.

Denise Schneitter

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