Tierquäler: Bauernverband bittet Bevölkerung um Mithilfe
Aktualisiert

Tierquäler: Bauernverband bittet Bevölkerung um Mithilfe

Nach der jüngsten brutalen Tierquäler-Attacke bittet der Bauernverband beider Basel auch die Bevölkerung um Mithilfe.

In der «Bauernzeitung» werden Tiere haltende Landwirte aufgefordert, unter sich nächtliche Kontrollgänge zu organisieren.

Der Vorstand des regionalen Bauernverbandes hat beschlossen, einen Aufruf in der nächsten Ausgabe der «Bauernzeitung» vom Mittwoch zu publizieren, sagte Präsident Gregor Gschwind am Dienstag auf Anfrage. In den nächsten Tagen soll zudem ein Communiqué an Publikumsmedien folgen, um die Bevölkerung zu sensibilisieren.

Der Aufruf im Branchenblatt enthält mehrere Empfehlungen: Bauern sollten die Herden vermehrt überwachen. Sie sollten Nachbarn, Jäger oder Mountainbiker, von denen sie wissen, dass sie frühmorgens oder spätabends unterwegs sind, sensibilisieren. Und sie sollten sich in den Gemeinden für nächtliche Kontrollgänge miteinander absprechen.

Gefahr auch für Menschen

Der Aufruf warnt indes trotz Verständnis für hoch gehende Emotionen vor Selbstjustiz; verdächtiges sei stattdessen sofort der Polizei zu melden. «Nur in eindeutigen Fällen» könne man versuchen, die Täterschaft festzuhalten. Es sei jedenfalls «klar», dass diese «eine Gefahr für Leib und Leben auch für den Menschen» sei.

Laut Gschwind bezahlt die Viehversicherung bei tödlichen Tierquälereien nur den Schlachtwert. Manche Landwirte hätten besonders wertvolle Tiere separat versichert.

Das Kopfgeld für Hinweise, die zur Ergreifung der Täterschaft führen, ist bis Dienstagnachmittag nach Polizeiangaben auf 19 700 Franken angestiegen. Auch der Bauernverband beider Basel hat sich daran mit mehreren Tausend Franken beteiligt.

(sda)

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