Aktualisiert 19.08.2009 12:31

Madiswil BETierquäler muss zahlen

Er hätte seine Tiere eigentlich hegen und pflegen müssen: Ein Landwirt aus Madiswil BE ist wegen Vernachlässigung seines Viehs zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt worden. Seine Kühe waren stark verschmutzt, sodass der Veterinärdienst des Kantons Bern sie im Februar 2008 beschlagnahmte.

Der Landwirt wurde vom Einzelstrafrichter Fritz Aebi in Aarwangen BE am Dienstag in fünf von sieben Anklagepunkten schuldig gesprochen, wie dieser Berichte der «Berner Zeitung» und des «Langenthaler Tagblatts» vom Mittwoch bestätigte.

Seine Kühe waren stark verschmutzt und hatten zu wenig Auslauf. Auch die Katzen und der Hund waren vernachlässigt.

Der Richter verurteilte den Mann zu einer Geldstrafe von 45 Tagessätzen zu 30 Franken. Die Strafe wurde bedingt auf zwei Jahre ausgesprochen. Zustäzlich muss der Bauer Bussen in der Höhe von 650 Franken bezahlen.

Vor Gericht habe der Landwirt ausgesagt, er sei alleine mit dem Betrieb überfordert gewesen, so Aebi. Der Mann hielt rund 50 Stück Vieh, bevor der Veterinärdienst eingriff.

Vorläufig darf er nur einen reduzierten Bestand halten. So betreut der Landwirt zur Zeit einige Tiere eines Viehändlers unter strenger Beobachtung. Die Beschwerde des Landwirts gegen diese Einschränkung ist vor dem bernischen Verwaltungsgericht hängig.

(sda)

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