Eichberg SG: Tierquäler peinigt Ponys von SVP-Frau
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Eichberg SGTierquäler peinigt Ponys von SVP-Frau

Mehrere Tiere wurden im Gnadenhof-Zoo der ehemaligen Nationalrätin Jasmin Hutter gequält. Ob die Attacke an die Ex-Politikerin gerichtet war, ist ungewiss.

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fej
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Jasmin Hutter, Ex-SVP-Nationalrätin, sucht den Tierquäler, der ihren Gnadenhof-Zoo in Eichberg SG heimgesucht hat. Der Täter hat...

Jasmin Hutter, Ex-SVP-Nationalrätin, sucht den Tierquäler, der ihren Gnadenhof-Zoo in Eichberg SG heimgesucht hat. Der Täter hat...

Fejsal Sulejmani
... drei Ponies die Schweife abgeschnitten. Zudem soll er sechs Kaninchen mit einem Gegenstand traktiert haben. Die Tiere verendeten elendiglich.

... drei Ponies die Schweife abgeschnitten. Zudem soll er sechs Kaninchen mit einem Gegenstand traktiert haben. Die Tiere verendeten elendiglich.

Fejsal Sulejmani
Zukünftig werden Kameras zum Schutz der Tiere installiert.

Zukünftig werden Kameras zum Schutz der Tiere installiert.

Fejsal Sulejmani

«Ich bin schockiert», sagt Jasmin Hutter aus Eichberg SG. Nach dem was in ihrem Gnadenhof-Zoo in den vergangenen Tagen passiert ist, hat sie allen Grund dazu: Innert einer Woche wurden sechs Kaninchen getötet und drei Ponys den Schweif abgeschnitten.

Eine Woche nach dem Vorfall zeigen die Tiere Scheu gegenüber Fremden. Nur Jasmin Hutter vertrauen sie. So schlimm die Tat auch war, hatten die drei Ponys Glück im Unglück. Denn ihre Schweifwirbel wurden nicht verletzt. Dass die Ponys beim Verlust der Schweifhaare keine Schmerzen empfinden, ist ein schwacher Trost.

In sieben Tagen sechs Kaninchen verendet

Die Kaninchen dagegen sind an ihren Verletzungen erlegen. Zu Beginn glaubte die ehemalige SVP-Nationalrätin an eine natürliche Ursache. Hutter brachte ein Kaninchen mit verletztem Lauf zum Tierarzt. Dieser stellte fest, dass der Lauf gebrochen ist. Und so wie der Bruch aussehe, könnte jemand mit einem Rohr oder einem Prügel auf das Tier eingeschlagen haben, sagt Hutter gegenüber dem St. Galler Tagblatt.

«Ob das Ganze gegen mich gerichtet war oder ob Tierhasser am Werke waren, weiss ich nicht», sagt die 38-Jährige. Falls jemand etwas gegen sie hätte, solle die Person auf sie zukommen und unschuldige Tiere aus dem Spiel lassen.

Videokameras kommen zum Einsatz

In ihrem Gnadenhof-Zoo finden 40 Tiere ihr Zuhause. Nebst Ponys und Kaninchen auch Schafe, Geissböcke, Seeadler, Schweine und Meerschweinchen. «Mein Mann und ich betreiben diesen Zoo für die Tiere. Jedoch auch für die Bevölkerung, die ohne Eintritt einfach die Tiere besuchen kommen kann», sagt die Rheintalerin. Doch dies wird nun nicht mehr so einfach möglich sein. Denn Hutter schliesst momentan alle Türen ab und ist entsetzt, dass es so weit kommen musste. Zudem werden bald Überwachungskameras installiert.

So sieht der Gnadenhof-Zoo aus

Gnadenhof-Zoo in Eichberg SG

Tierquäler haben drei Ponies die Schweife abgeschnitten und mehrere Kaninchen getötet.

Das Tatmotiv bleibt unklar

Am Dienstag erstattete Hutter bei der Polizei Anzeige. «Dass Tiere gequält oder getötet werden, um deren Besitzer Leid zuzufügen, ist sehr selten. Ich persönlich kann mich an keinen solchen Fall erinnern», sagt Mediensprecher der Kantonspolizei St. Gallen Gian Andrea Rezzoli.

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