Aktualisiert 27.08.2012 11:53

Qual-Video Tierquälerei bei McDonald's-Lieferant

US-Tierschützer haben heimlich bei einem Fleischlieferanten, der vor allem McDonald's belieferte, schockierende Videoaufnahmen gemacht. Nun kündigte die Fastfoodkette den Vertrag mit der Grüsel-Firma.

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Am Boden liegende Tiere werden mit einem Bolzenschussapparat regelrecht hingerichtet. Das komplette Video ist auf der Webseite von «Compassion Over Killing» zu finden. (Screenshot: cok.org / YouTube)

Am Boden liegende Tiere werden mit einem Bolzenschussapparat regelrecht hingerichtet. Das komplette Video ist auf der Webseite von «Compassion Over Killing» zu finden. (Screenshot: cok.org / YouTube)

Es war eine geheime Aktion der Tierschutzorganisation «Compassion Over Killing». Monatelang arbeitete ein Mitarbeiter der Organisation im kalifornischen Fleischbetrieb der Central Valley Meat Company als Schlachtgehilfe – und filmte heimlich, wie seine Arbeitskollegen mit den Tieren umgingen. Jetzt veröffentlichten die Tierschützer erstmals das Video – und lösten damit eine Welle des Entsetzens aus.

Auf den Aufnahmen sind unter anderem völlig entkräftete Kühe zu sehen, die nach jahrelanger Milchproduktion kaum mehr stehen können. Sie werden von den Schlachthofangestellten am Schwanz hochgezogen und durch die Schlachtgasse gezwungen. Einige der Tiere werden dabei geschlagen. Am Boden liegende Kühe werden zudem mit Elektroschocks gequält, um danach mit einem Bolzenschussapparat regelrecht hingerichtet zu werden.

Video gesehen, Vertrag gekündigt

Das Videomaterial übergab «Compassion Over Killing» dem US- Landwirtschaftsministerium. Nach der Veröffentlichung wurde bekannt, dass vor allem die Fastfoodkette Mc Donald's bei der Central Valley Meat Company das Fleisch für ihre Burger bestellte. McDonald's hat jetzt sofort reagiert: Wie ein Sprecher erklärte, habe das Konzern den Vertrag mit dem Fleisch-Unternehmen gekündigt. «Das Verhalten der Schlachter ist absolut inakzeptabel. Es entspricht nicht den Massstäben, die wir an unsere Lieferanten anlegen», so der Sprecher des Konzerns.

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