Bussen & Geldstrafe: Tierquälerei kommt Thurgauer teuer zu stehen
Aktualisiert

Bussen & GeldstrafeTierquälerei kommt Thurgauer teuer zu stehen

Eines seiner Pferde starb beim Beschlagen. Seine Tierhaltung wurde mehrfach beanstandet. Nun hat das Thurgauer Obergericht einen Tierquäler aus Hefenhofen TG wegen mehrfacher Übertretung des Tierschutz-, Lebensmittel- und Tierseuchengesetzes schuldig gesprochen.

Gegen das erstinstanzliche Urteil des Bezirksgerichts Arbon hatte der Tierquäler Einspruch eingelegt. Sein Anwalt hatte Freispruch beantragt, der Staatsanwalt eine Bestätigung des Urteils.

Nun hat das Obergericht den Mann schuldig gesprochen. Dieser muss eine Geldstrafe von 300 Tagessätzen à 30 Franken sowie eine Busse von 2000 Franken bezahlen. Dazu kommen noch eine Zivilforderung gegen eine bedrohte Frau in Höhe von 1300 Franken sowie mehrere Ordnungsbussen. So war der Tierquäler vor Gericht einfach nicht erschienen.

Auch die Kosten der Strafuntersuchung sowie der beiden Gerichtsverfahren in Höhe von rund 9000 Franken muss der Verurteilte tragen.

Jungpferd zu Tode gequält

Der schwerwiegendste Vorwurf gegen den Tierquäler war, dass er das Beschlagen eines Jungpferdes so gewaltsam durchsetzen wollte, dass das Pferd starb. Das Pferd hatte panisch reagiert, worauf der Bauer dem Tier ein Beruhigungsmittel verabreichte.

Als dieses nicht wirkte, fesselte er das Tier an den Hinterbeinen. Der Vater des Täters setzte sich auf den Kopf des Pferdes, um das Tier im Liegen beschlagen zu können. Dabei verendete das Tier. Daneben gab es Beanstandungen wegen zu wenig Platz für Pferde, Kühe und Kälber, über kranke, unbehandelte Tiere und verdrecktes Tierfutter. (sda)

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