Aktualisiert 06.02.2008 22:15

«Tierquälereien sind heute leider brutaler als früher»

Iris Fankhauser
verlässt den Tierschutz
beider Basel nach 25
Jahren. Nun zieht die
Geschäftsführerin
ein Fazit.

«Wir haben es heute mit den gleichen Problemen zu tun wie vor 25 Jahren», sagt Iris Fankhauser (47). Die Misshandlung und Vernachlässigung von Tieren sei leider ständig aktuell. «Es gibt nicht mehr Quälereien als früher, doch sind sie heute brutaler und präsenter.»

Ein Problem sei die Wohlstands-verwahrlosung: Leute kaufen sich ein Haustier, ohne sich vorher zu informieren und vernachlässigen es danach. Folglich würden viele Tiere ins Tierheim abgeschoben. «Auffällig ist auch, dass immer mehr Jugendliche und Kinder zu Gewaltbereitschaft gegenüber Tieren neigen», so Fankhauser weiter.

Die Geschäftsführerin hat jedoch nicht nur Schlimmes erlebt. «Es gab auch schöne Momente, etwa wenn jemand einem Tier ein neues Zuhause gegeben hat.» Einen Wunsch hat Iris Fankhauser noch: «Ich möchte, dass die geplante Initiative für einen Tierschutzanwalt vom Volk angenommen wird.»

Sie selbst wird sich immer dem Tierschutz zugehörig fühlen, sei er doch eine Lebenseinstellung und kein Beruf. Nachfolgerin von Fankhauser wird ab Juni die 50-jährige Béatrice Kirn.

Patricia Spycher

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.