Tierquälerische Delikatessen
Aktualisiert

Tierquälerische Delikatessen

Besonders die so genannten «Stopflebern» seien ein extrem grausames Produkt menschlicher Genusssucht, schreibt die Schweizerische Gesellschaft für Tierschutz.

Die Schweizerische Gesellschaft für Tierschutz (SGT/Pro Tier) hat an alle Restaurants und Konsumenten appelliert, an Weihnachten und zum Jahreswechsel auf «tierquälerische Delikatessen» zu verzichten. Für Hummer, Kaviar, Gänsebraten oder Gänse- und Entenleberpastete hätten unzählige Tiere auf äusserst grausame Weise leiden und sterben müssen, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch.

Besonders die so genannten «Stopflebern» seien ein extrem grausames Produkt menschlicher Genusssucht. Während rund drei Wochen werde den Tieren mehrmals täglich ein rund 50 Zentimeter langes Metallrohr durch den Hals bis in den Magen eingeführt und mit einer Druckluftpumpe bis zu einem Kilogramm Mais und Fett hineingepresst. Bei einem Menschen würde dies einer Menge von etwa 16 Kilogramm Spaghetti entsprechen, heisst es weiter. Zwar sei die Herstellung in der Schweiz und anderen Ländern verboten, doch gehöre die Schweiz zu den Hauptkonsumenten dieser tierquälerischen Delikatesse.

Auch die beliebten von ausländischen Mastfabriken aus Ungarn, Bulgarien, Polen oder Israel importierten Gänsen und Enten würden vor ihrem Ende als Festtagsschmaus ein Leben unter zumeist katastrophalen Haltungsbedingungen fristen.

Hummer würden bis zu sechs Monate dicht gedrängt mit zurückgebundenen Scheren in Kühlhäusern gelagert, bevor sie nach Europa verschifft würden und dort einen langsamen Tod erlitten. Das Sterben eines lebendig in kochendes Wasser geworfenen Hummers könne bis zu vier Minuten dauern, schreibt der Tierschutz. (dapd)

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