Zürich: Tierrettung ist bald nicht mehr kostenlos
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ZürichTierrettung ist bald nicht mehr kostenlos

Für Menschen- und Tierrettungen verlangte die Feuerwehr bisher nichts – mit dem neuen Feuerwehrgesetz dürfte sich dies ändern.

von
Raffaela Moresi

Sie holen Katzen von Bäumen, siedeln Hornissen um und befreien Leute, die im Lift feststecken: Immer häufiger leisten die hiesigen Feuerwehrkorps Hilfe, ohne dass es brennt. Solche Einsätze sind für die Verursacher heute meist gratis – aber nicht mehr lange: Im Mai tritt das neue Feuerwehrgesetz in Kraft.

Demnach wird die Rettung von Menschen und Tieren kostenpflichtig, wenn sie nicht in Zusammenhang mit Bränden geschieht. «Wir erhalten damit ein Instrument, ‹Hilfseinsätze› zu verrechnen», bestätigt Jürg Bühlmann, Präsident des kantonalen Feuerwehrverbandes, einen Bericht des «Tages-Anzeigers».

Muss künftig etwa ein stark übergewichtiger Mensch per Drehleiter aus der Wohnung transportiert werden, kann ihm die Feuerwehr dafür eine Rechnung stellen. 800 bis 1000 Franken koste ein solcher Einsatz ungefähr, so Bühlmann. Günstiger wird es da für Tierhalter, deren Büsi sich auf einen Baum verirrt hat. Für die Rettung dürfte die Feuerwehr laut dem Experten etwa 50 bis 80 Franken verlangen. Wie konsequent die Richt­linien umgesetzt werden, die die Zürcher Gebäudeversicherung derzeit erarbeitet, liegt bei den Gemeinden. «Da besteht ein gewisser Handlungsspielraum», sagt Bühlmann.

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