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OktoberfestTierschützer empört über Hunde-Dirndl

Am Oktoberfest in München gilt: Auffallen um jeden Preis. So müssen teilweise auch Haustiere als Accessoires hinhalten.

von
dia

Die deutsche Designerin Hildegard Bergbauer will eine Marktlücke entdeckt haben. Wie die deutsche Nachrichtenagentur dpa berichtet, verkauft sie in ihrer Boutique in der bayrischen Stadt Straubing Dirndl für Hunde. Die Trachten werden für die Tiere massgeschneidert. «Passend dazu habe ich dasselbe Dirndl auch für Frauchen», sagt Bergbauer der dpa. Auch Rüden können zu Herrchen passen beziehungsweise umgekehrt. So führt die Designerin auch Lederhosen in ihrem Sortiment.

Dem fröhlichen Fest mit Fiffi auf den Wiesn soll damit nichts mehr im Wege stehen. Was aber vielen nicht bewusst ist: Tiere sind beim Oktoberfest verboten. «Wenn jemand dennoch seinen Hund mitbringt, wird er freundlich gebeten, zum Schutz des Hundes das Gelände zu verlassen», sagt Pressesprecherin Gabriele Papke gegenüber der dpa. Bei dem Geräuschpegel und den Menschenmassen sei es keine Freude für die Tiere.

Auch der Deutsche Tierschutzbund zeigt sich von der Hundetracht wenig begeistert. «Accessoires, die rein dem Menschen zum Wohlgefallen dienen und die Bewegungsfreiheit der Hunde einschränken, wie beispielsweise Trachtenoutfits für Hunde, sind nicht tiergerecht und deshalb auch aus ethischen Gründen abzulehnen», sagt Pressesprecher Marius Tünte. Hundekleider seien nur in Ausnahmefällen sinnvoll, beispielsweise bei alten oder kranken Tieren.

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