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Verwurmt und geschwächtTierschützer locken Hundehändler in Falle

Illegale Welpenhändler aus Ungarn sind auf einem Parkplatz im grenznahen deutschen Waldshut in eine Falle des Schweizer Tierschutzes (STS) getappt. Statt des angeblichen Käufers wartete am vergangenen Samstag die Polizei am ausgemachten Treffpunkt.

Die Polizisten konfiszierten im grenznahen Waldshut-Tiengen (D) zwei kleine Beagle- und drei Havaneser-Welpen, die weder dem gesetzlichen Mindestalter entsprachen noch gegen Tollwut geimpft waren. Die Welpen seien von der über zwölfstündigen Reise von einer ungarischen Vermehrungsstätte nach Waldshut völlig erschöpft und ausgemergelt gewesen, heisst es. Die Polizei ermittle nun weiter gegen die illegalen Hundehändler.

Der STS hatte auf ein Inserat der Händler im Internet reagiert und warnte Interessenten vor solchen Angeboten. Vielfach stammten die Tiere, die zu Dumpingpreisen im Internet feilgeboten würden, aus osteuropäischen Ländern, wo sie unter schlechten Bedingungen gehalten würden. Völlig verwurmt und stark geschwächt werden die Welpen viel zu früh von der Mutter getrennt und durch ganz Europa transportiert, wie der STS weiter schreibt. Die Käufer bezahlten im Nachhinein ihr Lehrgeld: Die Tiere seien meist schlecht sozialisiert und nicht selten verhaltensgestört. (dapd)

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