Basler Herbstmesse: Tierschützer schiessen gegen Pony-Karussell
Aktualisiert

Basler HerbstmesseTierschützer schiessen gegen Pony-Karussell

Für die diesjährige Herbstmesse wurde eine Attraktion angekündigt, bei der die Besucher auf Ponys reiten können. Ein bekannter Basler Tierschützer geht auf die Barrikaden.

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Nach Protesten von Tierschützern hat der Betreiber eines Pony-Karussells überraschend seine Teilnahme an der diesjährigen Herbstmesse abgesagt.

Nach Protesten von Tierschützern hat der Betreiber eines Pony-Karussells überraschend seine Teilnahme an der diesjährigen Herbstmesse abgesagt.

Oswald Bieli
Erst am Dienstag hatte Messe-Leiter Daniel Arni die Ponys bei einer Veranstaltung angekündigt.

Erst am Dienstag hatte Messe-Leiter Daniel Arni die Ponys bei einer Veranstaltung angekündigt.

Peta Deutschland
Olivier Bieli hatte gegen die geplante Pony-Attraktion eine Petition lanciert.

Olivier Bieli hatte gegen die geplante Pony-Attraktion eine Petition lanciert.

Oswald Bieli

Lange konnten die Verantwortlichen der Herbstmesse keinen Anbieter finden, der Tiere für eine Attraktion entsprechend den Grundlagen des Veterinäramts anbieten konnte. Dieses Jahr ist es anders. So wurde diese Woche ein Pony-Karussell für die diesjährige Ausgabe der Mäss angekündigt.

Doch für den Tierschützer Olivier Bieli, der bereits gegen den Einsatz von Pferden an der Basler Fasnacht kämpfte (20 Minuten berichtete), sind die Auflagen nicht genug. Er probt nun den Widerstand gegen Ponys an der Herbstmesse, wie die «bz Basel» schreibt.

Petition lanciert

Erneut ist Bieli aktiv geworden und hat eine Petition mit dem Namen «Für eine Basler Herbstmesse ohne Tierleid» lanciert. Knapp 1000 Personen hätten bereits unterschrieben. «Die Tiere leiden unter dem Lärm, unter der Monotonie, der sie ständig ausgesetzt sind, und unter jenen Kindern, die einen korrekten Umgang mit Tieren noch nicht kennen», sagte er gegenüber der Zeitung.

Das Veterinäramt sieht jedoch keine Probleme. Laut der bz betont Kantonstiertarzt Michel Laszlo, dass die Tiere die Nacht auf dem heimischen Hof verbringen würden, wo sie Freilauf hätten. Zudem stehe ihnen an der Herbstmesse ein Pausenzelt zur Verfügung, wo sie sich frei bewegen könnten.

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