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Petition im Kanton ZürichTierschützer sind gegen Fuchsjagd mit Hunden

Wenn ein Jagdhund einen Fuchs aus seinem Bau holt, ist das oft eine blutige Sache. Tierschutzorganisationen sprechen von Tierquälerei und lancieren eine Petition.

von
zed
Tierschützer wollen die Jagd auf Füchse mit Hunden verbieten. Jäger halten nichts davon.

Tierschützer wollen die Jagd auf Füchse mit Hunden verbieten. Jäger halten nichts davon.

Einen Fuchs aus seinem Bau zu jagen, sei ein schwieriges Unterfangen, sagt Erich Schmid, Geschäftsführer des Aargauer Jägerverbands. Die bewährteste Methode sei die Jagd mit Hunden, die die Füchse aus ihrem Bau scheuchen könnten. Dagegen wehren sich aber nun zehn Tierschutzorganisationen, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet. In einer Petition an den Kantonsrat fordern sie die Abschaffung dieser Jagdtechnik und sprechen gar von Tierquälerei.

Laut den Tierschutzorganisationen kommt es nicht selten zu blutigen Kämpfen zwischen dem Jagdhund und der Beute, besonders dann, wenn im Bau kein Fuchs, sondern ein Dachs haust. «Tierärzte berichten von verbissenen Jagdhunden, die sie wieder zusammenflicken mussten», sagt Thomas Märki, der Präsident der Tierpartei Schweiz.

Kritik auch an Ausbildung

Der Zürcher Tierschutz, Vier Pfoten, die Stiftung für das Tier im Recht und sieben weitere Organisationen sind daher der Meinung, dass die Baujagd gegen das Tierschutzgesetz verstösst, da den Tieren unnötigerweise Leid und Schmerz zugefügt würde. Der Verein Jagd Zürich ist dagegen nicht begeistert von dem Verbot. Der Präsident sagte zum «Tages-Anzeiger» lediglich, dass er davon nichts halte.

Ebenfalls in der Kritik steht die Ausbildung, die die Jagdhunde durchlaufen müssen. Dabei wird ein Fuchs in einen künstlichen Bau gesperrt und der Hund darauf trainiert, diesen zu erschnüffeln. Zwar sei der Fuchs durch eine Scheibe vom Jagdhund getrennt, er durchleide aber dennoch Todesängste, bemängeln die Tierschützer. Jäger Schmid erwidert allerdings, dass der Fuchs nach einigen Malen wisse, dass der Hund ihm nichts anhaben könne, und ganz ruhig bleibe.

Die Petition der Tierschützer ist bis anhin von 7200 Personen unterzeichnet worden. Wenn der Kanton diese nicht ernst nehme, würde eine Initiative lanciert, künden die Tierschützer an.

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