Aktualisiert 07.08.2011 20:20

Delfinarium

Tierschützer stehen für Delfine ein

Rund 50 Tierschützer demonstrierten gestern vor dem Conny-Land. Sie forderten die Schliessung des Delfinariums.

von
Marlene Kovacs
50 Tierschützer protestierten gestern vor dem Conny-Land.

50 Tierschützer protestierten gestern vor dem Conny-Land.

Unter Polizeiaufsicht versammelten sich gestern rund 50 Tierschützer aus Deutschland und der Schweiz vor dem ­Conny-Land in Lipperswil. «Wir fordern die Schliessung des Delfinariums», so Andreas Morlok, Geschäftsführer von Pro Wal. Zusammen mit der ­Organisation Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) hatte Pro Wal die Demo organisiert. Mit Plakaten, Buttons und laut Morlok neuen Details von ­Conny-Land-Insidern wollten die Tierschützer die Besucher sensibilisieren. «Die Haltung ist nicht artgerecht. Es sind schon zu viele Delfine gestorben», so Morlok. Auch ein paar Gegendemonstranten waren vor Ort: «Den Delfinen geht es doch gut. Die sollten sich lieber um echte Tierquälerfälle kümmern», so die 17-jährige Sandra Lehner.

Auch bei den Conny-Land-Betreibern stiess die Demo auf Unverständnis. «Die Vorwürfe sind absolut haltlos. Selbst der Kantonstierarzt hat uns grünes Licht gegeben», so Conny-Land-Chef Roby Gasser. Trotz unterschiedlicher Haltungen stellte das Conny-Land den Demonstranten Pavillons zur Verfügung und versorgte sie mit Gurkensalat und Bratwürsten. Dass die Tierschützer hauptsächlich Vegetarier seien, habe man nicht bedacht. Gegen Ende der Demo kam es zu einer kurzen Aussprache zwischen Gasser und Morlok. Trotzdem hält der Delfinschützer an seiner Meinung fest. «Wir werden alle Mittel einsetzen, um unser Ziel durchzusetzen», so Morlok.

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