Aktualisiert 10.11.2017 08:41

Abgesägte Hochstühle

Tierschützer stören zunehmend die Jagd

Abgesägte Hochsitze und Tierschützer, die den Jägern quasi vor die Flinte laufen: In den Zürcher Wäldern kommt es vermehrt zu gefährlichen Situationen.

von
som
Zürcher Jäger haben es häufiger mit militanten Tierschützern zu tun.

Zürcher Jäger haben es häufiger mit militanten Tierschützern zu tun.

Keystone/Gaetan Bally

Sie tauchen in den Zürchern Wäldern auf und stören die Jagd: Jäger haben es vermehrt mit militanten Tierschützern zu tun.

Urs Philipp, Chef der Zürcher Fischerei- und Jagdverwaltung, sagt zum «Regionaljournal Zürich Schaffhausen», dass Meldungen, die er erhalte, auf eine Zunahme solcher Aktivitäten hindeuten würden. So stören Tierschützer laut Philipp die Jagd an sich, sie laufen also den Jägern quasi vor die Flinte. Ebenfalls berichtet er von angesägten Hochsitzen. Gefährlich sei beides.

Gewehr entladen, Gespräch suchen

Vor der Herbstjagd hat der Zürcher Jagdverein seine Mitglieder in einem Rundschreiben noch einmal auf die Verhaltensregeln aufmerksam gemacht. Gefordert wird, dass man sich nicht provozieren lassen solle. Egal, wer die Jagd störe, das Verhalten sei stets dasselbe: Gewehr entladen, Gespräch suchen. Wenn das nichts bringt: die Störer anzeigen. Den Jagdbetrieb absichtlich zu stören, sei strafbar.

Ob die Störungen mit der angekündigten Anti-Jagd-Initiative der Tierpartei zusammenhängt, ist unklar. Die Tierpartei distanzierte sich auf Anfrage des Radios von solchen Störmanövern.

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