Nilpferdbaby: Tierschützer wollen Farasi retten
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NilpferdbabyTierschützer wollen Farasi retten

Nilpferdbaby Farasi könnte in wenigen Jahren ein schreckliches Schicksal ereilen. Findet der Basler Zolli keinen Platz für den Hippo-Bullen, soll er gemetzgt und den Tigern zum Frass vorgeworfen werden. Tierschützer laufen Sturm.

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Adrian Müller/loo

Der Nilpferdjunge Farasi ist der Superstar im Basler Zolli. Doch «Happy Hippo» droht als Tiger- und Krokodilfutter zu enden: Bleiben kann er nicht, weil Nilpferdbullen nur mit Weibchen zusammen gehalten werden können. «Weltweit ist der Bedarf an Flusspferd-Bullen extrem klein», sagt Peter Schlup, Wildtier­experte beim Schweizer Tierschutz, gegenüber 20 Minuten. «Wir setzen alles daran, ein Plätzchen zu finden», sagt Zoo-Sprecherin Tanja Dietrich, die am Dienstag den ganzen Tag von Journalisten aus dem In- und Ausland belagert wurde.

Allerhöchstens drei Jahre kann der Zoo Farasi behalten. Dann wird er vermutlich vom Zoo-eigenen Metzger ge­tötet, zerlegt und an die Raubtiere verfüttert. Genau das wollen Tierfreunde mit aller Kraft verhindern: Dutzende haben sich beim Zoo gemeldet, auf Facebook fordern über 700 Menschen Farasis Rettung.

Die deutsche Tierschutzorganisation Peta verlangt ultimativ Farasis Auswilderung. Eine Idee, die Dietrich als naiv bezeichnet: Es stehe kein geeigneter Lebensraum dafür zur Verfügung. Allerdings hat die Brigitte-Bardot-Stiftung schon gezeigt, wie es geht: Sie brachte ein Zirkus-Flusspferd nach Südafrika in ein Reservat.

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