Romanshorn TG: Tierschützerin verkaufte Katzen weiter
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Romanshorn TGTierschützerin verkaufte Katzen weiter

Die Präsidentin des Tier­-schutzvereins Romanshorn sollte für Geld auf zwei Büsi aufpassen. Statt­-dessen verkaufte sie die Tiere weiter. Nun droht ihr eine Betreibung.

von
Marlene Kovacs
Angelika Willi mit der Katze ihrer Tochter: «Zum Glück konnte ich sie zurückkaufen.» Foto: nicolas y. aebi

Angelika Willi mit der Katze ihrer Tochter: «Zum Glück konnte ich sie zurückkaufen.» Foto: nicolas y. aebi

In gutem Glauben gab die Tochter von Angelika Willi ihre zwei Katzen Charly und Chipsly vor ihrer Weltreise bei H. W.* ab. Für 500 Franken hätte die Präsidentin des Tierschutzvereins Romanshorn 18 Monate auf die Büsis aufpassen sollen.

Doch es kam anders. «Als meine Tochter unterwegs war, versuchte sie, sich nach den Katzen zu erkundigen», so Angelika Willi. Nie habe sie jemanden erreicht. Deshalb hakte Willi selbst nach – und war geschockt: «Statt auf sie aufzupassen, hatte sie die Katzen verkauft», sagt die 48-Jährige. 200 Franken habe der neue Besitzer für die neunjährigen Tiere gezahlt. «Glücklicherweise konnten wir ihm die Katzen wieder abkaufen», so Willi.

Bis die Tochter von der Reise zurückkommt, bleiben die Büsis nun bei ihr. «Für den Aufwand und die Kosten verlangen wir nun 965 Franken», so Willi. Sonst will sie H.W. betreiben. Dazu die Tierschützerin: «Die Katzen sind total verstört auf meinem Kasten gesessen. Weil ich die Besitzerin nicht erreichte, habe ich sie weiterplatziert», so H.W. Die 700 Franken werde die Tochter bekommen. «Das, was die Eltern nun verlangen, werde ich aber nicht bezahlen», so H. W.

*Name der Redaktion bekannt

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