Aktualisiert 13.11.2007 16:54

Tierschutz fordert «Kosmetika mit Herz»

Der Schweizer Tierschutz (STS) fordert einen generelles Verbot für Tierversuche bei Kosmetika. Als Orientierungshilfe für die Konsumentinnen und Konsumenten startet der STS die Kampagne «Kosmetika mit Herz».

Der STS wirft dem Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) bei der Veröffentlichung von dessen Tierversuchsstatistik vor, die Konsumenten zu täuschen. Es werde verschwiegen, dass unzählige Inhaltsstoffe von Kosmetika routinemässig im Tierversuch geprüft würden, sagte STS-Präsident Heinz Lienhard laut Medienunterlagen am Dienstag vor den Medien in Zürich.

Europaweit litten und stürben jedes Jahr 30 000 Versuchstiere für Hauttests, erlärte Lienhard weiter. In der Schweiz seien in den letzten Jahren rund 50 000 Ratten, Mäuse, Meerschweinchen und Kaninchen und etwa 2000 Hunde jährlich «verbraucht» worden.

Der STS fordert einen generellen Tierversuchsstopp für kosmetische Fertigprodukte und deren Inhaltsstoffe. Die Hersteller könnten laut Lienhard auf rund 8000 schon früher geprüfte Substanzen zurückgreifen. Dann würden auch die Aussagen der Behörden glaubwürdig.

Für tierfreundlich eingestellte Konsumentinnen und Konsumenten sei die Situation schwierig überschaubar, findet der Tierschutz. Im Rahmen der neuen Kampagne «Kosmetika mit Herz» veröffentlicht der STS eine Broschüre. Darin listet der STS «empfehlenswerte Produkte von Herstellern» auf.

(sda)

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