Florida (US) – Tigermännchen Eko beisst Mann in den Arm und muss sterben
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Florida (US) Tigermännchen Eko beisst Mann in den Arm und muss sterben

Im «Naples Zoo» in Florida schlich sich ein Mann des Putz-Teams zum Tigergehege. Er steckte seinen Arm durch die Gitter und wurde gebissen. Um den Mann zu befreien, erschoss ein Polizist das Tier.

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Weil er einen Mann gebissen hatte, der seinen Arm durch das Gehege streckte, wurde der malaysische Tiger Eko im Naples Zoo in Florida erschossen.

Weil er einen Mann gebissen hatte, der seinen Arm durch das Gehege streckte, wurde der malaysische Tiger Eko im Naples Zoo in Florida erschossen.

Facebook/Naples Zoo
«We will miss hearing his roaring», bekunden Facebook-User ihre Trauer über den Tod des Tigermännchens.

«We will miss hearing his roaring», bekunden Facebook-User ihre Trauer über den Tod des Tigermännchens.

Facebook/Batya Comunale
Weltweit gibt es nur noch rund 200 malaysische Tiger. 

Weltweit gibt es nur noch rund 200 malaysische Tiger.

Facebook/Batya Comunale

Darum gehts

  • In einem Zoo in Florida liess ein Tiger sein Leben, weil er einen Mann gebissen hatte.

  • Der Mann gehörte zu einem Reinigungstrupp und steckte seinen Arm durch die Gitter des Tigergeheges.

  • Ein Polizist erschoss das Tigermännchen, weil es nicht von dem Mann abzubringen war.

In einem Zoo im US-Bundesstaat Florida hat ein Tiger einer Reinigungskraft in den Arm gebissen und ist daraufhin erschossen worden. Nach Angaben der Polizei griff der für eine externe Reinigungsfirma arbeitende Mann nach Schliessung des Zoos in der Stadt Naples am Mittwochabend offenbar in das Tiger-Gehege und «streichelte oder fütterte» die Raubkatze – beides «nicht erlaubte und gefährliche Aktivitäten». Der acht Jahre alte Malaysia-Tiger biss dem Mann, der nicht für die Reinigung des Geheges zuständig war, daraufhin in den Arm.

Tier liess nicht von dem Mann ab

Der erste eintreffende Polizist versuchte den Angaben zufolge vergeblich, den männlichen Tiger namens Eko von seinem Opfer abzubringen. Der Beamte sei dann aber gezwungen gewesen, auf das Tier zu schiessen. Ein Zoo-Sprecher bestätigte Medienberichten zufolge den Tod des Tigers.

Die Reinigungskraft wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Der Mann im Alter zwischen 20 und 30 Jahren arbeitete laut Polizei für eine Firma, die für die Reinigung der Toiletten und des Geschenke-Ladens des Zoos verantwortlich ist – nicht aber für die Säuberung der Gehege. Er hatte eine erste Absperrung überschritten, war damit in einen nicht zugelassenen Bereich vorgedrungen, und hatte dann mit seinem Arm durch die Gitterstäbe des Tiger-Geheges gegriffen.

Der Zoo blieb am Donnerstag geschlossen. Das solle die Ermittlungen der Polizei, aber auch die eigene Untersuchung zu dem Vorfall erleichtern, und es Mitarbeitern ermöglichen, den Vorfall zu verarbeiten, erklärte der Zoo auf seiner Website. Der Zoo engagierte für seine Mitarbeiter ausserdem einen «Trauer-Berater».

Wut über Tod des Tigers

Auf Online-Plattformen reagierten Nutzer erbost auf den Tod des Tigers. «Zoos sind keine sicheren Orte», schrieb eine Frau auf Facebook. «Unterstützt den Schutz von Tieren in der Wildnis und beendet die egoistische Praxis, Tiere zur Unterhaltung von Menschen einzusperren.» Eine andere Facebook-Nutzerin schrieb, es mache sie wütend, dass ein unschuldiges Tier die Konsequenzen für das fahrlässige Verhalten eines Menschen tragen müsse.

Du weisst von einem Tier in Not?

Hier findest du Hilfe:

Feuerwehr, Tel. 118 (Tierrettung)

Polizei, Tel. 117 (bei Wildtieren)

Tierrettungsdienst, Tel. 044 211 22 22 (bei Notfällen)

Schweizerische Tiermeldezentrale, wenn ein Tier entlaufen/zugelaufen ist

Stiftung für das Tier im Recht, für rechtliche Fragen

GTRD, Grosstier-Rettungsdienst, Tel. 079 700 70 70 (Notruf)

Schweizerische Vogelwarte Sempach, für Fragen zu Wildvögeln, Tel. 041 462 97 00

Tierquälerei:

Meldung beim kantonalen Veterinäramt oder beim Schweizer Tierschutz (anonym möglich)

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(AFP/roa)

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