Aktualisiert 12.09.2019 09:03

Überträgerin von ViruserkrankungenTigermücke breitet sich in Schaffhausen aus

Nachdem in Zürich und Basel bereits Tigermücken registriert wurden, meldet nun der Kanton Schaffhausen den ersten Fall.

von
woz
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Die Asiatische Tigermücke fällt durch ihre schwarz-weisse Musterung auf und ist nicht grösser als ein 5-Räppler. Sie gilt als aggressiv und als potenzieller Krankheitsüberträger.

Die Asiatische Tigermücke fällt durch ihre schwarz-weisse Musterung auf und ist nicht grösser als ein 5-Räppler. Sie gilt als aggressiv und als potenzieller Krankheitsüberträger.

James Gathany
Hier sieht man die schweizweit wichtigsten Fundorte der Asiatischen Tigermücke. Sie werden meist mit Lastwagen oder Reisefernbussen eingeschleppt.

Hier sieht man die schweizweit wichtigsten Fundorte der Asiatischen Tigermücke. Sie werden meist mit Lastwagen oder Reisefernbussen eingeschleppt.

Swiss TPH
Da die Mücke die Eier an kleine Wasseransammlungen legt, sollten Kannen, Behälter und Topfschalen umgekippt werden, damit sich kein Wasser ansammelt.

Da die Mücke die Eier an kleine Wasseransammlungen legt, sollten Kannen, Behälter und Topfschalen umgekippt werden, damit sich kein Wasser ansammelt.

Stadt Zürich

Im Kanton Schaffhausen sind erstmals Asiatische Tigermücken nachgewiesen worden. «Ein Fund aus der Bevölkerung sowie das vom Kanton durchgeführte Monitoring hat dies bestätigt», teilt das interkantonale Labor mit. Experten sind nicht überrascht, da das Insekt bereits in den Kantonen Zürich und Basel sowie im süddeutschen Raum nachgewiesen wurde.

Asiatische Tigermücken bewegen sich nach dem Schlüpfen lediglich in einem Rayon von wenigen 100 Metern, heisst es in der Mitteilung. Gullis oder Fässer in der Umgebung des Fundorts wurden gegen Mückenlarven behandelt.

(Bild: Interkantonales Labor)

Keine Gefahr

Asiatische Tigermücken sind potenzielle Überträgerinnen von tropischen Viruserkrankungen wie Dengue- und Chikungunyafieber. «Weil die Tigermücke die Krankheitsviren nur übertragen kann, wenn sie zuvor einen infizierten Menschen gestochen hat, ist die Ansteckungsgefahr bei uns trotzdem praktisch Null», beruhigt das Labor.

In erster Linie ist die Mücke sehr lästig für die Bevölkerung, da sie auch am Tag sticht. Wird man gestochen, sind die Reaktionen darauf stärker als bei anderen Mückenarten. Am Stich könne man aber nicht erkennen, ob es sich um eine Asiatische Tigermücke handelt. «Jede Person reagiert darauf anders.»

Leute können sich vor Stichen schützen, indem sie lange Ärmel und lange Hosen anziehen. Auch Anti-Brumm sei ein Schutz gegen die Mückenstiche.

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