Aktualisiert 06.09.2007 05:18

Tigermücke macht Ravenna unsicher

In Norditalien sind mindestens 160 Menschen am Chikungunya-Fieber erkrankt. In der Region von Ravenna gibt es rund 160 bestätigte Fälle der tropischen Infektionskrankheit.

In den umliegenden Gemeinden seien rund 30 Fälle gezählt worden, sagte am Mittwoch Antonio Cassone, Virologe des Obersten Gesundheitsinstituts. Ein Teil der Erkrankten sei im Gebiet von Ravenna unterwegs gewesen und habe sich wahrscheinlich dort angesteckt. Bei den übrigen sei der Übertragungsweg unbekannt, sagte Cassone. Die Stadt Ravenna liegt in der Region Emilia-Romagna.

Das Chikungunya-Virus war Anfang August wegen einer besonders starken Mückenplage ausgebrochen. Der Erreger der Krankheit wird durch die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) übertragen und verursacht schmerzhaftes Fieber.

Mittlerweile sei die Lage unter Kontrolle, sagte Cassone. Er wies darauf hin, dass steigende Temperaturen und Feuchtigkeit in Italien für ein zunehmend tropisches Klima sorgten, in dem Mücken gut gedeihen könnten.

Das Chikungunya-Fieber bricht etwa vier bis sieben Tage nach dem Mückenstich aus und kann mehrere Wochen lang dauern. Sein Name bedeutet "Gebeugter Mann". Die Patienten leiden an Fieber sowie an Muskel- und Gelenkschmerzen.

Chikungunya-Fieber trat Anfang 2006 auch in Frankreich auf. Eingeschleppt wurde die Krankheit von der französischen Insel La Réunion im Indischen Ozean, wo damals rund ein Fünftel der Bevölkerung erkrankte.

(sda)

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