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Neue RegelungTiktok schränkt Accounts von unter 16-Jährigen ein

Keine Kommentare, Duets oder Downloads: So will Tiktok gegen die Kritik, was ihre Jugendschutz-Richtlinien angeht, vorgehen.

von
Dominique Zeier
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Tiktok hat neue Regelungen angekündigt. 

Tiktok hat neue Regelungen angekündigt.

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Diese betreffen insbesondere junge Nutzerinnen und Nutzer.

Diese betreffen insbesondere junge Nutzerinnen und Nutzer.

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So werden Accounts von unter 16-Jährigen ab sofort automatisch auf privat umgestellt.

So werden Accounts von unter 16-Jährigen ab sofort automatisch auf privat umgestellt.

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Darum gehts

  • Tiktok hat neue Regelungen für Accounts junger Nutzerinnen und Nutzer angekündigt.

  • Künftig sollen Accounts von unter 16-Jährigen automatisch auf privat eingestellt sein.

  • Ausserdem werden die Videos der Jungen anderen Usern nicht mehr vorgeschlagen und nur noch Freunde können darunter Kommentare hinterlassen.

  • Dies soll den Schutz der Privatsphäre junger Nutzerinnen und Nutzer erleichtern.

Immer wieder wird Kritik gegen die Kinderschutz-Richtlinien der Social-Media-App Tiktok laut. Nun hat das Unternehmen reagiert und eine neue Regelung eingeführt, die Jugendliche auf der Plattform besser schützen soll. So werden neu alle Accounts, die von Nutzerinnen und Nutzern erstellt wurden, die jünger als 16 Jahre alt sind, automatisch auf privat geschaltet.

Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilt, betrifft diese Neuerung alle User, die 13, 14 oder 15 Jahre alt sind. Laut verschiedensten Schätzungen könnte es sich dabei um einen grossen Teil der Nutzerschaft handelnd. Die «New York Times» wagt die Annahme, dass rund ein Drittel aller User unter 14 Jahre alt sein könnte. So genau lässt sich das nicht erheben, denn laut den AGB der App dürfen unter-13-Jährige die Plattform gar nicht benutzen und es ist nicht auszuschliessen, dass bei der Altersangabe ab und zu gemogelt wird.

Erste Gedanken über die Privatsphäre

Tiktok hat angekündigt, sich dennoch so gut wie möglich für den Jugendschutz auf ihrer Plattform einsetzen zu wollen und sich aus diesem Grund dazu entschlossen, die Profile der jungen User auf privat zu stellen. Accounts, die auf privat geschaltet sind, können erst dann von anderen Nutzerinnen und Nutzern gesehen werden, wenn ihnen dies vom Inhaber des Accounts explizit erlaubt wurde. «Wir wollen, dass unsere jungen User die Möglichkeit haben, selbst zu entscheiden, was und mit wem sie ihre Inhalte teilen», heisst es im Statement von Tiktok.

Man glaube, dass dieser Entscheid dazu beitragen wird, dass sich auch junge Nutzerinnen und Nutzer erstmals Gedanken über ihrer Privatsphäre im Internet machen, so Tiktok. So ist es den jungen Usern nach wie vor möglich, ihren Account manuell von einem privaten Profil in ein öffentliches Profil umzuwandeln. Dieser Schritt müsse aber bewusst getroffen werden, was bedeute, dass sich die jüngere Generation aktiv mit der Entscheidung auseinandersetzen müsse, heisst es weiter.

Kein Duet und kein Download

Darüber hinaus hat Tiktok einige weitere Änderungen angekündigt. So können neu nur noch Freunde Kommentare auf Videos von unter 16-Jährigen hinterlassen. So kann der junge User neu nur noch zwischen «Freunde» oder «Gar niemandem» entscheiden, was die Kommentar-Erlaubnis angeht. Die Option «Alle» hat Tiktok von diesen Accounts gänzlich entfernt.

Ausserdem können die Duet- und Stitch-Funktionen nur noch von Nutzerinnen und Nutzern über 16 Jahren genutzt werden. Zusätzlich wurde die Standard-Einstellung für diese Funktionen für 16- und 17-Jährige angepasst, sodass sie automatisch auf «Nur Freunde» gesetzt ist. Darüber hinaus können neu Videos, die von unter 16-jährigen Usern hochgeladen worden sind, nicht mehr heruntergeladen werden.

Und schliesslich hat Tiktok angekündigt, dass Accounts von 13- bis 15-Jährigen neu automatisch so eingestellt werden, dass sie anderen Nutzerinnen und Nutzern nicht mehr vorgeschlagen werden. Diese Neuerungen bauen auf früheren Regelanpassungen an, die Tiktok bereits kommuniziert hat. Dazu gehört beispielsweise, dass die Chat- und Livestream-Funktionen für unter 16-Jährige eingeschränkt worden sind und dass Eltern mit Hilfe der Family-Pairing-Funktion mehr Kontrolle über die Online-Aktivitäten ihrer Kinder gegeben wurde.

Digital-Push

Wenn du den Digital-Push abonnierst, bist du über News und Gerüchte aus der Welt von Whatsapp, Snapchat, Instagram, Samsung, Apple und Co. informiert. Auch erhältst du Warnungen vor Viren, Trojanern, Phishing-Attacken und Ransomware als Erster. Weiter gibt es Tricks, um mehr aus deinen digitalen Geräten herauszuholen.

So gehts: Installiere die neuste Version der 20-Minuten-App. Tipp unten rechts auf «Cockpit», dann «Einstellungen» und schliesslich auf «Push-Mitteilungen». Beim Punkt «Themen» tippst du «Digital» an – et voilà!

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