Video-App Triller im Hoch: Tiktok springen die Stars ab
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Video-App Triller im HochTiktok springen die Stars ab

Während die chinesische App strauchelt, profitiert US-Konkurrent Triller von Insider-Investoren und Social-Media-Stars, die von Tiktok zuwandern.

von
Melanie Biedermann
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Der 18-jährige US-Amerikaner Josh Richards wurde mit Tiktok berühmt. Am 28. Juli kündigte er an, die Plattform wegen Sicherheitsrisiken zu verlassen und zum US-Konkurrenten Triller zu wechseln. Seine knapp 21 Millionen Tiktok-Follower will er mitnehmen.

Der 18-jährige US-Amerikaner Josh Richards wurde mit Tiktok berühmt. Am 28. Juli kündigte er an, die Plattform wegen Sicherheitsrisiken zu verlassen und zum US-Konkurrenten Triller zu wechseln. Seine knapp 21 Millionen Tiktok-Follower will er mitnehmen.

Instagram/joshrichards
Weitere Tiktok-Stars bestätigten ihren Umzug zu Triller bereits. Darunter einige, die wie Richards als Investoren bei der US-App einsteigen. Etwa Noah Beck, der 10,7 Millionen Tiktok-Follower mitbringt.

Weitere Tiktok-Stars bestätigten ihren Umzug zu Triller bereits. Darunter einige, die wie Richards als Investoren bei der US-App einsteigen. Etwa Noah Beck, der 10,7 Millionen Tiktok-Follower mitbringt.

Instagram/noahbeck
Und auch Griffin Johnson shiftet Triller sein Eigenkapital – plus 8,9 Millionen Follower.

Und auch Griffin Johnson shiftet Triller sein Eigenkapital – plus 8,9 Millionen Follower.

Instagram imgriffinjohnson

Darum gehts

  • Um die chinesische Video-App Tiktok entbrannte eine Datenschutz-Debatte.
  • Nach dem Grenzkonflikt bei Nepal verbot Indien die Nutzung der App im eigenen Land.
  • Auch im Westen wird die Skepsis vermehrt politisch: US-Präsident Trump kündigte ein Verbot ab 15. September an.
  • Ein Verkauf von Tiktok steht im Raum und alternative Apps buhlen um die Nachfolge.
  • Die in Los Angeles ansässige App Triller mausert sich zum Favoriten.

The Weeknd, Kendrick Lamar oder auch Marshmello-Manager Moe Shalizi investieren längst. Vor einer Woche vermeldete CEO Mike Lu via Linkedin und Instagram: «Triller ist die Nummer Eins in über 50 Ländern.» Was auffällt: Die Nachfrage kommt aus Staaten, die sich in vielerlei Hinsicht oft uneins sind. Und sie ist flächendeckend.

Mit den USA, Russland, Brasilien und Deutschland führt die App Download-Charts in den mitunter bevölkerungsreichsten Staaten der Welt an. Ein zusätzlicher Impuls ging von Indien aus, das Tiktok nach dem blutigen Grenzkonflikt bei Nepal verboten hatte und sich folglich Triller zuwandte. In Indien leben 1,398 Milliarden Menschen, China zählt 1,413 Milliarden Einwohnerinnen und Einwohner.

Der politische Druck nimmt zu

Seit US-Präsident Trump ein Tiktok-Verbot ab 15. September verkündete, lodert auch im Westen der Wettbewerb: Ein Verkauf von Tiktok an Microsoft oder Twitter steht im Raum und bestehende Apps ringen um die Nachfolge.

Entschieden ist noch nichts, doch am 28. Juli kündigte mit Josh Richards ein erster Tiktok-Megastar an, die Plattform wegen Sicherheitsrisiken zu verlassen und zu Triller zu wechseln. Dort wird der 18-Jährige auch als Chef-Stratege tätig sein. Kollegen wie Noah Beck und Griffin Johnson folgten Richards bereits, auch sie sollen bei Triller als Investoren involviert sein.

Da bleibt nur zu hoffen, dass das in Los Angeles ansässige Unternehmen auch in Sachen Integrität die Nase vorn hat.

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