23.07.2020 13:32

«Restart-19»

Tim Bendzko gibt Corona-Testkonzert mit 4000 Besuchern

Das Uniklinikum Halle und Sänger Tim Bendzko wollen herausfinden, wie sich das Coronavirus bei Grossveranstaltungen ausbreitet. Nun werden 4000 Freiwillige gesucht.

von
Sven Forster
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In der Quarterback Arena in Leipzig soll am 22. August ein Corona-Testkonzert stattfinden.

In der Quarterback Arena in Leipzig soll am 22. August ein Corona-Testkonzert stattfinden.

Quarterback Arena
Sänger Tim Bendzko spielt mit seiner Band in einer Halle.

Sänger Tim Bendzko spielt mit seiner Band in einer Halle.

KEYSTONE
Das Konzert ist Teil des Projekts «Restart-19».

Das Konzert ist Teil des Projekts «Restart-19».

Uniklinikum Halle

Darum gehts

  • In einem Experiment soll herausgefunden werden, wie sich Sars-CoV-2 an einer Grossveranstaltung verbreitet.
  • 4000 Freiwillige werden gesucht.
  • Tim Bendzko spielt dabei ein Konzert, um das Zuschauerverhalten realitätsnah abzubilden.
  • Das Projekt trägt den Namen «Restart-19».

Können Tausende Menschen ein Konzert in einer Halle besuchen, ohne sich mit Corona anzustecken? Das testen 4000 gesunde Freiwillige am 22. August bei einem Konzert von Tim Bendzko in Leipzig. Mit diesem Konzert wollen Forscher der Universität Halle herausfinden, unter welchen Bedingungen Sport- und Kulturveranstaltungen mit Tausenden Besuchern wieder stattfinden können.

Dabei werden drei Szenarien durchgespielt: Zunächst dürfen die Besucher ohne Abstandsregeln durch zwei Eingänge in die Halle strömen. Dies soll ein Szenario wie vor der Pandemie simulieren. Anschliessend werden wieder 4000 Besucher in die Arena eingelassen. Dies allerdings mit einem Hygienekonzept, mehreren Eingängen und grösseren Abständen. Zum Schluss werden nur 2000 Leute hineingelassen, die 1,5 Meter Abstand halten müssen. Tim Bendzko spielt in jedem Szenario ein kurzes Konzert, damit das Zuschauerverhalten möglichst realitätsnah abgebildet werden kann.

4000 Probanden gesucht

In allen drei Fällen setzen die Forscher auf FFP2-Masken und fluoreszierende Desinfektionsmittel, damit per UV-Licht überprüft werden kann, wo Infektionen am ehesten stattfinden. Mit Nebelmaschinen soll die Ausbreitung von Aerosolen in der Luft nachvollziehbar werden. Alle Probanden erhalten ein Gerät, das die Intensität eines Kontaktes im Sinne von Abstand, Dauer und Häufigkeit aufzeichnet.

Vier bis sechs Wochen nach dem Experiment sollen die ersten Ergebnisse vorliegen. «Das Projekt soll die Weichen stellen für einen Neustart der Veranstaltungswirtschaft in ganz Deutschland. Gerade diese Branche ist bekanntlich besonders stark von den Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus betroffen», sagte Sachsen-Anhalts Wissenschaftsminister Armin Willigmann.

4000 Freiwillige

Die Forscher suchen rund 4000 gesunde Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Das Experiment soll von 8 Uhr bis 18 Uhr stattfinden. Sämtliche Teilnehmer und Helfer müssen 48 Stunden vor Studienbeginn einen Corona-Test machen. Die Organisatoren stellen den Besuchern einen Corona-Test zur Verfügung. Bislang haben sich über 1000 Personen angemeldet. Eine Anfrage bei der Uniklinik ob auch Schweizer dabei sein können, ist noch hängig.

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73 Kommentare
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Hans

24.07.2020, 17:33

ich habe Dünnschiss

Stephanie

24.07.2020, 11:56

Mega clevere Idee! Nur so kann man herausfinden, ob die ganzen Massnahmen total übertrieben sind. Super Idee vom Uniklinikum Halle und Tim Bendzko! Schade dass es in Leipzig ist....

Restart-19 oder Restart Corona

24.07.2020, 10:05

Letzteres wäre wohl der passendere Titel. Hauptsache Party um jeden Preis. Und wenn man noch nicht genügend Infektionen hat, muss an halt neue provozieren.