Aktualisiert 18.02.2018 20:22

SP-PolitikerTim Guldimann tritt als Nationalrat zurück

Laut Medienberichten tritt Tim Guldimann als Nationalrat zurück. Der SP-Politiker war nur zweieinhalb Jahre im Amt. Sein Nachfolger wird Fabian Molina.

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Nach nur zweieinhalb Jahren trifft Tim Guldimann zurück.

Nach nur zweieinhalb Jahren trifft Tim Guldimann zurück.

Keystone/Monika Flueckiger

Tim Guldimann, ehemaliger Schweizer Botschafter in Berlin und SP-Politiker, tritt als Nationalrat zurück. Er will sein Mandat Ende der Frühlingssession niederlegen, wie die SP des Kantons Zürich mitteilt. Sein Nachfolger wird der ehemalige Juso-Chef Fabian Molina.

Über den Rücktritt berichteten am Sonntagabend zunächst die Zeitungen «Tages-Anzeiger» und «Bund» in Form eines Interviews, später folgte eine Medienmitteilung der Kantonalpartei. Guldimann ist seit den Parlamentswahlen vom Oktober 2015 Mitglied des Nationalrats.

Der 67-Jährige ist der Zürcher SP angeschlossen, in Bundesbern vertritt er aber vor allem auch die Anliegen der Auslandschweizer und Auslandschweizerinnen, zu denen er selbst gehört.

Zürcher SP bedauert Rücktritt

Der ehemalige Diplomat lebt mit seiner Familie in Berlin. Seinen Rücktritt begründet Guldimann in einem Schreiben an die Mitglieder der SP Kanton Zürich damit, dass es schwierig sei, «in einem Milieu zu leben und in einem anderen Milieu Politik zu machen».

«Um diese Distanz zu überwinden, hätte ich viel mehr Zeit im Kanton Zürich verbringen müssen», zitiert die SP weiter aus dem Schreiben. Diesen Anspruch an die Ausübung des Nationalratsmandats könne er jedoch mit seinem Anspruch an sich selber als Familienvater nicht in Einklang bringen.

Die Zürcher SP bedauert den Rücktritt Guldimanns. Seine Beweggründe seien jedoch absolut nachvollziehbar und verdienten Respekt, schreibt die Partei.

Auf Guldimann folgt der Ex-Juso-Chef und Zürcher Kantonsrat Fabian Molina. Mit ihm erhielten die SP und der Kanton Zürich eine weitere starke Stimme in Bern, freut sich die SP. Zudem trage dieser Wechsel zur Verjüngung des Nationalrates und der SP-Fraktion bei. (fur/sda)

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