Gasstreit: Timoschenko dankt Putin

Aktualisiert

GasstreitTimoschenko dankt Putin

Die ukrainische Ministerpräsidentin Julia Timoschenko hat sich mit ihrem russischen Kollegen Wladimir Putin auf eine Änderung des laufenden Gasvertrags verständigt.

Zu Beginn ihrer Gespräche am Mittwoch in Moskau dankte sie Putin für eine entsprechende Vereinbarung, ging aber nicht auf Einzelheiten ein. Erst im Januar hatte der Streit zwischen den beiden Nachbarländern über den Gaspreis zu einer internationalen Krise geführt, bei der zeitweise die russischen Gaslieferungen nach Westeuropa unterbrochen wurden.

Strafe

Timoschenko sagte, wegen der globalen Wirtschaftskrise und der deswegen eingebrochenen Nachfrage nach in der Ukraine abgebauten Metallen «nehmen wir soviel (Gas), wie uns die Krise erlaubt und zahlen voll für das, was wir uns leisten können». Laut dem Vertrag von Januar muss die Ukraine in diesem Jahr 40 Milliarden Kubikmeter russisches Gas kaufen. Sie erwartet nun nur noch einen Bedarf von 33 Milliarden Kubikmetern. Im ersten Quartal nahm sie nur 2,5 Milliarden Kubikmeter ab. Der russische Energiekonzern Gazprom hat sich deswegen für eine Strafe wegen Nichterfüllung vertragliche Vereinbarungen ausgesprochen. (dapd)

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