«Tinder-Schwindler» täuschte sogar Rapper und Bachelor-Kandidatinnen
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French Montana «Tinder-Schwindler» täuschte sogar Rapper und Bachelor-Kandidatinnen

Simon Leviev finanziert sich dank Tinder-Bekanntschaften ein Jetset-Leben. Dabei traf er auf Rapper French Montana und ging mit einer deutschen Reality-TV-Kandidatin auf ein Date. 

von
Lorena Wahrenberger
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Der «Tinder-Schwindler» Simon Leviev (31) ist aktuell in aller Munde. Auf seiner Europatour begegnete er nicht nur unbekannten Tinder-Nutzerinnen, sondern umgibt sich auch mit bekannten Gesichtern. 

Der «Tinder-Schwindler» Simon Leviev (31) ist aktuell in aller Munde. Auf seiner Europatour begegnete er nicht nur unbekannten Tinder-Nutzerinnen, sondern umgibt sich auch mit bekannten Gesichtern. 

Quelle: Instagram/leviev_simon_official_
Einer von ihnen ist French Montana. Der Rapper traf den «Tinder-Schwindler» einst. Nun witzelt er über die Strategie des Betrügers und teilt einen Schnappschuss des Treffens.

Einer von ihnen ist French Montana. Der Rapper traf den «Tinder-Schwindler» einst. Nun witzelt er über die Strategie des Betrügers und teilt einen Schnappschuss des Treffens.

Quelle: Instagram/French Montana
Simon Leviev hat mit seiner Betrugsmasche zahlreiche Frauen abgezockt – insgesamt ergaunerte er sich angeblich über zehn Millionen Dollar. 

Simon Leviev hat mit seiner Betrugsmasche zahlreiche Frauen abgezockt – insgesamt ergaunerte er sich angeblich über zehn Millionen Dollar. 

Instagram/leviev_simon_official_

Darum gehts

Am 2. Februar startete «Der Tinder-Schwindler» auf Netflix. Die True-Crime-Doku erfreut sich seither weltweit an grosser Beliebtheit – auch in der Schweiz. Promis scheint die Geschichte über Simon Leviev, der zahlreiche Frauen auf der Dating-App Tinder kennen lernte und um mehrere Millionen Dollar betrog, ebenfalls zu interessieren. Darunter: French Montana, der den gebürtigen Israeli bereits getroffen hat.

Als Beweis teilte der 37-jährige Rapper in seiner Instagram-Story einen Schnappschuss der gemeinsamen Zeit, auf dem er mit dem Trickbetrüger, der auch in der Schweiz mindestens zwei Frauen hinters Licht geführt hat, in einem Privatjet sitzt. «Ich kann es nicht glauben, dass ich den Schwindler kennen gelernt habe», kommentiert er das Ereignis – und fügt ein Lach-Emoji hinzu.

Der Rapper macht sich über die Tinder-Strategie lustig

Zudem ergänzt er die sarkastischen Zeilen «Hey, wir verlassen gerade das Spital. French Montana geht es wieder gut, wir sind wieder gut, aber unsere Feinde sind hinter uns her. Bitte sendet schnell 50 Tausend Dollar. Bitte», mit denen er sich über die Betrugsmasche des Tinder-Schwindlers lustig macht.

Nachdem sich Simon Leviev nämlich mit teils falscher Identität in die Herzen seiner Opfer getrickst hat, beginnt seine Masche, um an viel Geld zu kommen. Der vermeintliche Sohn eines milliardenschweren Diamantenunternhmers macht den Frauen vor, sich in Gefahr zu befinden, weil seine Feinde hinter ihm her seinen. Um dies zu untermauern, schickte er ihnen Bilder von gefakten Messerattacken. 

Er datete eine Kandidatin des deutschen Rosenkavaliers

Glück im Unglück hatte Bachelor-Kandidatin Hannah Kerschbaumer, die vergangenes Jahr um das Herz von Rosenkavalier Niko Griesert (31) warb. Im Jahr 2017 hat die 29-Jährige den vermeintlich wohlhabenden Geschäftsmann auf Tinder gematcht. Darauf folgten einige Chatnachrichten. Leviev hinterliess anscheinend einen netten Eindruck, wie sie nun auf Tiktok erzählt. Doch: «Dann wurde es schon ein bisschen weird», da er sie direkt nach Wien einfliegen lassen wollte.

Glücklicherweise wurde die Influencerin stutzig. «Weil, sorry, er könnte ja ein Serienmörder sein und mich verschleppen?!» Nachdem sie das Angebot dankend abgelehnt hatte, wurde sie in den darauffolgenden Wochen ungefragt mit Selfies und Standorten des «Jetsetters» bombardiert. 

Kerschbaumer liess sich nicht beeindrucken

Während eines 30- bis 40-minütigen Telefonats haben sich die beiden dann geeinigt, sich zu treffen, sobald Leviev wieder einmal auf Berlin-Besuch ist. Dazu kam es tatsächlich im Jahr 2018 im Ritz Carlton am Potsdamer Platz. Während des Dates soll der Tinder-Schwindler dann seine übliche Show durchgezogen haben: teure Kleider, protziges Verhalten und die bewusste Verdeutlichung seines Luxus-Lifestyles durch Gespräche mit dem Geschäftspartner. Nachdem er Hannah mit Komplimenten überschüttet hatte, soll es tiefgründig geworden sein. So soll er ihr anvertraut haben, dass er sich in einer gefährlichen Situation befinde und Angst habe, weil er verfolgt werde. 

Levievs Pech: Die Mitleidstour kam bei der Influencerin nicht gut an. «Ich dachte mir so: Boah nein, da habe ich keinen Bock drauf», berichtet sie. Annäherungsversuche habe sie abgeblockt und auf die Frage, ob sie noch auf sein Zimmer hochkommen möchte, verneinte sie. Obwohl der Abend «ganz okay» war, hatte sie zu ihrem Glück kein Interesse. Heute ist Hannah Kerschbaumer glücklich verliebt und nimmt die Tinder-Erfahrung mit dem Betrüger gelassen.

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