Aktualisiert 28.04.2020 07:50

Lokal und frisch

Tipps für Ihren Küchengarten

Das müssen Sie beachten, damit Cherry-Tomaten, Peperoni und Kräuter in Ihrer Küche gedeihen.

von
Stephanie Sigrist
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Zumindest für einen Kräutergarten und Töpfe mit Cherry-Tomaten oder Peperoni dürfte in den meisten Haushalten Platz sein. Hier gibt es Tipps für Ihren Küchen- oder Balkongarten.

Zumindest für einen Kräutergarten und Töpfe mit Cherry-Tomaten oder Peperoni dürfte in den meisten Haushalten Platz sein. Hier gibt es Tipps für Ihren Küchen- oder Balkongarten.

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Stellen Sie den Topf mit Cherry-Tomaten-Setzlingen an einen sonnigen Platz. An heissen Tagen benötigen Cherry-Tomaten teilweise mehrmals pro Tag Wasser. Beim Giessen sollte darauf geachtet werden, dass nur die Erde Wasser abbekommt und die Pflanze selbst trocken bleibt.

Stellen Sie den Topf mit Cherry-Tomaten-Setzlingen an einen sonnigen Platz. An heissen Tagen benötigen Cherry-Tomaten teilweise mehrmals pro Tag Wasser. Beim Giessen sollte darauf geachtet werden, dass nur die Erde Wasser abbekommt und die Pflanze selbst trocken bleibt.

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Setzen Sie die Peperoni-Samen während der ersten Frühlingstage ungefähr einen Zentimeter tief in die Erde. Die Pflanzschale sollte mit einer Folie oder einer Glasschale abgedeckt werden. Halten Sie die Erde leicht feucht.

Setzen Sie die Peperoni-Samen während der ersten Frühlingstage ungefähr einen Zentimeter tief in die Erde. Die Pflanzschale sollte mit einer Folie oder einer Glasschale abgedeckt werden. Halten Sie die Erde leicht feucht.

AP/Don Ryan

Ein kleiner Küchen- oder Balkongarten sorgt dafür, dass Sie stets mit frischen Kräutern und ab und zu sogar mit selbst gezogenen Cherry-Tomaten sowie Peperoni versorgt sind. Dies hat nicht nur auf Ihre Gesundheit positive Auswirkungen: Regionale und saisonale Lebensmittel weisen eine deutlich bessere Energie- und Ökobilanz auf als importierte Produkte ausserhalb der Saison. Da frische Kräuter im Verkauf oftmals relativ teuer sind, sparen Sie mit einem Küchengarten zudem spätestens im Sommer Geld.

Kräutersamen müssen im Moment online bestellt werden. Wer keine Lust auf lange Warte- oder Lieferzeiten hat, kann frische Kräuter in einem Topf kaufen und diese vermehren oder Freunde mit einem grünen Daumen um eine Wurzel ihrer bereits wachsenden Pflänzchen bitten. Mehrjährige Kräuter wie beispielsweise Thymian oder Minze können gut geteilt und neu eingepflanzt werden. Hier gibt es Tipps, was Sie beim Pflanzen und Pflegen von Cherry-Tomaten, Peperoni und Kräutern beachten müssen.

Cherry-Tomaten: Wer momentan nicht an Tomaten-Setzlinge kommt, kann auch Cherry-Tomaten-Samen eine Woche in Wasser einlegen und danach in leicht feuchte Erde einpflanzen. Stellen Sie den Topf mit den Setzlingen oder Samen an einen sonnigen Platz. Abhängig von der Pflanzenart und den Umgebungsbedingungen braucht es unterschiedlich lange, bis die ersten Tomaten wachsen. In der Regel bilden sich zwei bis vier Wochen nach dem Bepflanzen erste Fruchtansätze. An heissen Tagen benötigen Cherry-Tomaten teilweise mehrmals pro Tag Wasser. Beim Giessen sollte darauf geachtet werden, dass nur die Erde Wasser abbekommt und die Pflanze selbst trocken bleibt. Düngen Sie Ihre Cherry-Tomaten zudem regelmässig. Es gibt Dünger speziell für Tomaten, da sie oft einen Calcium-Mangel aufweisen. Falls die Pflanze braune Blätter oder Früchte aufweist, sollten Sie diese unbedingt sofort abnehmen. Die Pflanze ist krank und kann sich nur erholen, wenn die betroffenen Teile entfernt werden.

Peperoni: Setzen Sie die weissen Kerne einer Peperoni einen Zentimeter tief in die Erde. Die Pflanzschale sollte mit einer Folie oder einer Glasschale abgedeckt werden. Halten Sie die Erde leicht feucht. Das Nachtschattengewächs ist sehr kälteempfindlich und muss daher bis ungefähr Mitte Mai drin aufbewahrt werden. Auf einen Kälteeinbruch können Peperoni mit einem Wachstumsstopp reagieren, und deswegen sollten Sie das Gemüse in kalten Sommernächten mit Temperaturen unter zwölf Grad nicht draussen lassen. Peperoni brauchen viel Wasser, mögen aber keine Staunässe.

Basilikum: Diese zur Familie der Lippenblütler gehörende Pflanze wird idealerweise im Halbschatten platziert. An sonnigeren Plätzen überlebt Basilikum ebenfalls, er muss aber öfter gegossen werden. Die beliebte Gewürzpflanze braucht einen permanent leicht feuchten Grund, der Topf darf aber nicht überschwemmt werden. Wer einen Untertopf verwendet, sollte diesen also regelmässig ausleeren. Beim Ernten ist es wichtig, dass man immer die ganze Spitze abschneidet und nicht nur einzelne Blätter. Wird es in der Nacht kälter als acht Grad Celsius, sollten Sie Basilikum vorübergehend in der Wohnung aufbewahren.

Petersilie: Peterli hat es gern feucht, ein halb schattiger bis sonniger Standort ist ideal. Das zur Familie der Doldenblütler gehörende Küchenkraut muss jedes Jahr neu gepflanzt oder gesät werden. Im zweiten Jahr würde der Peterli austreiben, Blüten bilden und danach absterben.

Thymian: Die aus dem Mittelmeerraum stammende Heil- und Gewürzpflanze mag es warm und verträgt Nässe nicht gut. Da der Thymian nur etwa vier bis fünf Jahre alt wird, sollten die Pflanzen spätestens nach drei Jahren geteilt werden. Dazu vierteln Sie die Pflanze inklusive Wurzeln im Frühling und pflanzen diese Teile neu ein.

Rosmarin: Der Lippenblütler aus der Mittelmeerregion braucht eine heisse und sonnige Umgebung, weswegen Sie Rosmarin erst an wärmeren Frühlingstagen pflanzen sollten. Die Erde darf nicht zu feucht sein und das Wasser muss gut versickern können.

Schnittlauch: Der mehrjährige Schnittlauch hat es gern feucht, aber wie fast alle Pflanzen mag er keine Staunässe. Diese entsteht, wenn zu viel auf einmal gegossen wird und das Wasser nicht richtig abfliessen kann. Schnittlauch verträgt sich nicht gut mit Rosmarin und Thymian. Es wird auch nicht empfohlen, den Schnittlauch mit Petersilie zusammen zu pflanzen. Das mehrjährige Frühlingskraut verträgt sich hingegen gut mit Koriander. Beim Standort ist Schnittlauch nicht besonders wählerisch, halb schattig ist ideal. Bei diesem Küchenkraut können Rostpilze auftreten, die sich durch runde, orange Flecken und hellgrüne Verfärbungen der Blätter äussern. Bei Rostbefall sollte ein tiefer Schnitt erfolgen, der den – normalerweise gesunden – Neuaustrieb anregt.

Koriander: Diese Pflanzenart aus der Familie der Doldenblütler benötigt einen sonnigen bis halb schattigen Standort, der windgeschützt ist. In seiner Nachbarschaft hat der Koriander gern Schnittlauch und Petersilie. Das immer beliebter werdende Küchenkraut verträgt Staunässe gar nicht. Daher ist es wichtig, dass Koriander nicht zu häufig gegossen wird und sich keine Nässe im Topf ansammelt. Die Erde sollte jeweils nur leicht feucht sein. Sobald die Temperaturen unter zehn Grad fallen, kann Koriander nicht mehr im Freien überleben. Die Samen hingegen sind kälteresistenter und daher kann mit der Aussaat bereits in den ersten Frühlingstagen begonnen werden.

Minze: Allen Minzen-Arten ist gemein, dass sie am besten im Halbschatten gedeihen. An einem geeigneten Standort ist der Wuchs der Minze fast nicht mehr zu stoppen. Wird Minze in einem Topf angepflanzt, sollte sie alle zwei bis drei Jahre ausgetopft, geteilt und neu eingepflanzt werden.

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