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Hockey-Vorschau, Teil 4Titanen mit viel Wenn und Aber

Der SC Bern, der HC Davos und die ZSC Lions sind die Titanen der Liga und die heissesten Titelanwärter. Aber bei allen drei kann auch ein frühes Scheitern nicht ausgeschlossen werden.

von
Klaus Zaugg

SC Bern: Zu professionell, um

unterhaltsam zu sein?

Wenn wir wissen wollen, wie es um den SCB steht, müssen wir nur eine Frage stellen: Hat Zugs Trainer Doug Shedden schon ein Angebot von SCB-Sportchef Sven Leuenberger?

Der SC Bern ist in den letzten Jahren mehr und mehr «rüthemannisiert» worden. Es handelt sich bei diesem Ausdruck nicht um eine Boshaftigkeit. Sondern um ein Lob für den smarten Musterprofi Ivo Rüthemann: Er trainiert und trainiert, spielt und spielt seit 1999 in Bern ohne je Lärm zu machen. Seine Interviews enthalten nicht einmal Spurenelemente der Polemik und es ist immer alles super. Immer mehr Spieler denken und reden wie Rüthemann – und so ist der SCB hoch professionell geworden. Diese Professionalität sollte dem Trainer die Arbeit und das Leben eigentlich erleichtern. Wenn da nur nicht diese Quadratur des Kreises nicht wäre.

Die Quadratur des Kreises gehört zu den populärsten Problemen der Mathematik. Der Begriff ist inzwischen zum volkstümlichen Ausdruck für eine unlösbare Aufgabe geworden. Eine solche unlösbare Aufgabe hat SCB-Trainer Antti Törmänen. Beim SCB erschwert nämlich die hohe Professionalität dem Trainer die Arbeit. In der guten alten Zeit konnten sich die SCB-Bandengeneräle darauf konzentrieren Spiele zu gewinnen. Wenn es um ihren Job ging, stand die letzte Wahrheit immer oben auf der Resultatanzeige.

Zudem hatten sie Kultausländer in der Mannschaft, die mit Kunststücken, Härte oder Provokationen auch langweilige Spiele würzten: Zum Beispiel Alan Haworth, Reijo Ruotsalainen, Gaetano Orlando, Ville Siren oder Yves Sarault.

Das waren die Jahre des Rock'n'Roll, als der SCB unprofessionell arbeitete, bis zu zehn Millionen Schulden anhäufte und auch später, nach der erfolgreichen Sanierung, sein Publikum immer wieder auch mit Intrigen und Gerüchten vortrefflich zu unterhalten verstand. Gute Schauspieler können aus einem mittelmässigen Film beste Unterhaltung machen. Auch weil SCB-General Marc Lüthi strikte Kostenkontrolle durchsetzt, hat SCB-Sportchef Sven Leuenberger seit dem Frühjahr 2006 erst einen Spektakelausländer geholt: Simon Gamache. Auch das wegen zu hoher Professionalität: Die ausländischen Arbeitnehmer werden nach fachlichen Kriterien ausgewählt und müssen ins Team passen. Einer wie Todd Elik ist beim SCB undenkbar. Aber wer sich ins Kollektiv fügt, produziert halt weniger Spektakel. Zumindest nach der Vorbereitung zeichnet sich ab, dass auch der neue Schweden Nicklas Danielsson weniger Unterhaltung bieten wird als beispielsweise Zugs neuer Schwede Linus Omark.

Sportchef Sven Leuenberger achtet bei Transfers auf Professionalität und die Teamfähigkeit und deshalb hat der SCB keine egozentrischen Rock'n'Roller mehr. Ja, inzwischen beschäftigt der SCB mit Christian Dick sogar einen hochqualifizierten Kommunikationschef, der sorgsam darauf achtet, dass ja keiner mit unbedachten Äusserungen irgendwo Polemik entfacht. Und mehr denn je gilt für den SCB: «Too big to fail» («zu gross, um zu scheitern»). Die Mannschaft ist auf allen Positionen so gut besetzt, dass eine tiefe sportliche Krise oder eine Trainerentlassung aus sportlichen Gründen ausgeschlossen werden darf. In den letzten sieben Jahren haben die Berner die Qualifikation viermal gewonnen und immer unter den ersten fünf beendet.

So ist der SCB-Trainer heute dazu verdammt, auf dem Eis den Gesprächsstoff für den 50-Millionen-Unterhaltungskonzern SCB zu liefern. Siege genügen bei weitem nicht mehr. Spektakel wird verlangt. Damit sind wir wieder bei der Quadratur des Kreises: Die Liga ist so ausgeglichen, dass es nur möglich ist, mit Disziplin und Ordnung und defensiver Sorgfalt zu gewinnen – aber das ist langweilig. Es ist fast nicht mehr möglich, zu siegen und gleichzeitig ein Spektakel aufzuführen. Auf ganz bittere Art und Weise hat dies letzte Saison Larry Huras erfahren, der Meistertrainer in Zürich, Lugano und Bern: Er ist als Meistertrainer gefeuert worden. Nicht weil der SCB in eine schwere sportliche Krise geraten war, sondern weil der SCB mit seiner Spielweise das werte Publikum langweilte.

Die Frage, ob Huras-Nachfolger Antti Törmänen ein Sieger oder ein Verlierer ist, hat also keine zentrale Bedeutung. SCB-General Marc Lüthi weiss, dass er diese Mannschaft selber am Telefon in die Playoffs coachen könnte. Die Frage ist vielmehr: Ist Antti Törmänen ein Unterhalter oder ein Langeweiler?

Die Zeichen stehen eher auf Langeweile. In den Playoffs hat sein defensives Langeweiler-Hockey funktioniert, weil es da nur ums Resultat gegangen ist. Aber nun, in der Qualifikation, ist Kurzweil gefragt – und es ist mehr als fraglich, ob der Finne diese Unterhaltung bieten kann. Deshalb ist sein Job in Gefahr.

Der perfekte Spektakeltrainer für die stark nordamerikanisch geprägte Hollywood-Hockeykultur in Bern wäre Zugs Doug Shedden. Der Vertrag des Kanadiers läuft Ende Saison aus – und auch Törmänen hat nur einen Kontrakt bis zum nächsten Frühjahr. Wenn Doug Shedden im November noch keine Verlängerungsofferte von Zug hat und der SCB nur mässig spektakulär spielt, wird sich SCB-Sporchef Sven Leuenberger bei Shedden melden.

Berns Chancen

1. Vier Linien mit wenig spielerischem Glamour aber viel Wasserverdrängung machen den SCB zu einer mächtigen Hockeymaschine, die noch immer die meisten Gegner zermürben kann.

2. Nicklas Danielsson und Byron Ritchie harmonierten während der Saison 2010/11 bei MODO in der höchsten Schwedischen Liga und sie werden nun in der NLA wieder harmonieren.

3. Nicklas Danielsson kann NLA-Torschützenkönig werden.

4. Mit Pascal Berger (23), Christoph Bertschy (18) und Joel Vermin (20) hat der SCB drei der smartesten jungen Schweizer Stürmer der Liga. Diese Jungen dynamisieren die Leistungskultur.

5. Antti Törmänen ist ein junger Trainer, der die neue Spielergeneration versteht und als Weltmeister von 1995 den Respekt der Alten hat.

6. Das konservative Spielkonzept macht es möglich, Partien zu gewinnen, ohne gut zu spielen – der SCB ist sportlich ganz einfach «too big to fail».

7. Auch Mark Lüthi kann Krisen nicht in jedem Fall verhindern – aber er kann Krisen so managen, dass daraus erstklassige Unterhaltung mit viel Medienpräsenz wird.

Berns Risiken

1. Nicklas Danielsson ist nicht gut genug, um der erste Kultausländer seit Simon Gamache zu werden: Er hat in seiner ganze Karriere erst einmal mehr als 40 Skorerpunkte gebucht – in der letzten Saison.

2. Viele recht gute, aber kein wirklich guter, verlässlicher Verteidiger, der in den letzten Minuten eines Spiels keine Fehler macht.

3. Bis Trainer Antti Törmänen einen Titel gewonnen hat, bringt er nach dem Scheitern im Playoff-Final (nach einer 3:1-Führung in der Serie) den Schwefelgeruch des Verlierers nicht aus den Kleidern.

4. Gemessen an ihrer Position in der Teamhierarchie und an ihrem Salär sind die Leitwölfe Ivo Rüthemann und Martin Plüss auf dem Eis nicht mehr produktiv genug.

5. Das Einschüchterungspotenzial («Big, bad Bears») ist heute weitgehend Legende – wer vor dem SCB noch Angst hat, ist selber schuld.

6. Das Primat der wirtschaftlichen Vernunft lässt bei der Krisenbewältigung nicht viel Spielraum für bessere Ausländer.

7. Der Titel ist gegen die ZSC Lions erst zweieinhalb Sekunden vor Saisonschluss verspielt worden – die überraschend erfolgreichen Playoffs stärken den im SCB latenten Hang zu Arroganz und Selbstüberschätzung.

HC Davos: Folgt der nächste

Titel erst 2015?

Nach dem ruhmlosen Scheitern als Titelverteidiger in den Playoffs (0:4 gegen die ZSC Lions) erschwert bei Davos die «Operation 2015» einen logischen Titelgewinn.

Kein Trainer hat in der Neuzeit während einer so langen Zeitspanne die Liga dominiert: Seit dem Titelgewinn von 2002 gehört der HCD jedes Jahr zu den Titelanwärtern und hat zuletzt in den ungeraden Jahren 2005, 2007, 2009 und 2011 die Meisterschaft gewonnen. Nun wäre ein Titelgewinn im nächsten Frühjahr logisch.

Arno del Curto hat bei anhaltendem Erfolg die Mannschaft laufend erneuert und auch die Abgänge von Nationalspielern kompensiert. Sogar auf der sensiblen Torhüterposition. Nur die Mittelachse ist in alle den Jahren des Ruhmes die gleiche geblieben: Bei jedem Titelgewinn drehte sich alles um Reto von Arx, Sandro Rizzi und Josef Marha. Vom Meisterteam von 2002 sind noch vier Spieler dabei, und sie spielen eine so zentrale Rolle wie vor zehn Jahren: Reto und Jan von Arx, Sandro Rizzi und Josef Marha.

Die grosse Frage ist deshalb: Wie stark ist die Mittelachse? Die drei Mittelstürmer zählen zusammen 104 Jahre und der überraschende und schnelle Zusammenbruch der Mannschaft im Viertelfinale gegen die ZSC Lions (0:4) im letzten Frühjahr hatte sehr viel mit der Verletzung von Reto von Arx zu tun.

Arno Del Curto hat deshalb in seiner 17. Saison mit dem Neuaufbau («Operation 2015») begonnen, den er mit einem Titel 2015 krönen möchte. Dann läuft sein Vertrag in Davos aus und er sagt: «Zu diesem Zeitpunkt will ich meinem Nachfolger eine Mannschaft übergeben, die um den Titel spielt. Für mich wird es dann Zeit, eine neue Herausforderung zu suchen.»

Wegen dieses Neuaufbaus besetzen die Davoser beim Saisonbeginn erstmals nicht alle Ausländerpositionen und haben auf grosse Transfers verzichtet. Das erschwert den Gewinn der Meisterschaft. Präsident Gaudenz Domenig betont, der HCD verzichte nicht in erster aus wirtschaftlichen Gründen auf den vierten Ausländer und auf grosse Transfers. «Viel wichtiger ist für uns der Neuaufbau der Mannschaft. Das geht nur, wenn wir statt eines Ausländers unsere jungen Spieler einsetzen. Wir können uns grosse Transfers einfach nicht mehr leisten. Wir sind darauf angewiesen, dass wir im Unterland Talente finden, die andere übersehen haben und die wir bei uns zu NLA-Spielern ausbilden können.» Tatsächlich hatten die Davoser mit den letzten grösseren und kleineren Transfers (Wick, von Gunten, Romy, Miéville, Reichert, Froidevaux, Jacquemet, Rubin, Suri oder Walker) nichts zu tun.

Der Neuaufbau beginnt jedoch nicht in der Mitte. Sondern erst einmal über die Flügel. Der HCD-Trainer hat gleich vier Nachwuchstürmer für die Aussenbahnen verpflichtet: Sven Ryser (22) und Patrick Schommer (23) von den ZSC Lions, Devin Muller (20), zuletzt zwei Jahre in einer zweitklassigen kanadischen Juniorenliga, sowie Grégory Hofmann (20) von Ambri. Muller ist der Sohn von Colin Muller und in Zug ausgebildet worden.

Aber eben: Ob der HCD im Frühjahr um den Titel spielen kann, hängt noch nicht von den neuen jungen Spielern ab. Sondern noch immer von den alternden Leitwölfen Reto von Arx, Josef Marha und Sandro Rizzi. Und für die ist kein Ersatz in Sicht.

Davos' Chancen

1. Leonardo Genoni ist nach wie vor einer der besten Torhüter der Liga.

2. Das «System Anro Del Curto» funktioniert: Der HCD kann schneller, präziser und härter spielen als jedes andere NLA-Team mit seinem System, das seit 1996 geübt wird.

3. Gregory Hofmann kann der neue Peter Guggisberg, Sven Ryser der neue Mathias Joggi und Noah Schneeberger der neue Robin Grossmann werden.

4. Die Mannschaft hat einen so starken Zusammenhalt, dass auch eine mehrwöchige Krise problemlos durchgestanden werden kann.

5. Die Mittelachse mit Reto von Arx, Josef Marha und Sandro Rizzi ist zwar über 100 Jahre alt – aber mit dem Alter kommt auch die Weisheit, um die Kräfte richtig einzuteilen.

6. Mit Mathias Joggi, Sven Ryser und Beat Forster gleich drei Spieler, die mit ihren Checks den Gegenspielern richtig weh tun.

7. Fast alle Spieler wissen, wie man Meisterschaften gewinnt: Kein anderes Hockeyunternehmen hat diese Kultur des Gewinnens.

Davos' Risiken

1. Gregory Hofmann kann der neue Peter Guggisberg, Sven Ryser der neue Mathias Joggi und Noah Schneeberger der neue Robin Grossmann werden – aber sie sind es der Saison 2012/13 noch lange nicht.

2. Noch kein Team ist glücklich geworden, das nicht alle Ausländerpositionen besetzt hat.

3. Die Kreativität von Jaroslav Bednar hat die Meisterschaft 2010/11 entschieden. Seither fehlt dem HCD ein Spielmacher wie Bednar.

4. Die Mittelachse Reto von Arx-Josef Marha-Sandro Rizzi ist zu altmüd für 50 Qualifikationsspiele, Spengler Cup und Playoffs.

5. Seit Peter Guggisberg das letzte Finalspiel von 2011 (3:2 in Kloten) mit zwei Treffern entschieden hat, spielt er wegen Verletzungspech keine Rolle mehr.

6. Die internationale HCD-Härte kann, wenn forciert eingesetzt, in der tendenziell eher weichen Liga zum Problem werden.

7. Kein zweiter Torhüter, um Leonardo Genoni zu entlasten – im letzten Frühjahr hat Genoni wegen zu starker Belastung während der Saison nicht mehr sein bestes Hockey gespielt.

ZSC Lions: Sind Bob Hartleys Schuhe

für den neuen Trainer zu gross?

Bob Hartley ist Meister geworden, weil er die «alte Kultur» der ZSC Lions lebte. Sein Nachfolger Marc Crawford hat die Mannschaft, um durch die Qualifikation zu fliegen und den Titel mühelos zu verteidigen. Aber er lebt diese «alte Kultur» nicht.

Wer in diesen Tagen ein Training der ZSC Lions beobachtet hat, ist sicher: Die ZSC Lions werden rocken und rollen und wahrscheinlich den Titel verteidigen. Patrik Bärtschi trainierte im vierten Block. In jeder anderen Mannschaft hätte er einen Platz im ersten Sturm. Die ZSC Lions haben nominell die beste Mannschaft der Liga.

Alles klar? Nein, so einfach liegen die Dinge nicht. Ein Blick zurück sagt uns, warum. Die Erinnerungen an die «Belle Epoque» des letzten Jahrhunderts, an das alte Hallenstadion, an die Zeiten, als die ZSC Lions noch ZSC hiessen, an die wunderbare Atmosphäre mit Canabis und Champagner, sind fast verblasst. Der Erzkapitalist Walter Frey hat aus dem wundersamen Chaos- und Schuldenklub mit dem Charme eines Zürcher Kulturgutes längst ein durchorganisiertes Sport-Vorzeigeunternehmen gemacht.

Äusserlich scheinen die ZSC Lions längst der alten Kultur entwachsen. Doch tatsächlich steckt in den ZSC Lions noch immer sehr viel vom alten ZSC. Deshalb ist der märchenhafte Titelgewinn im letzten Frühjahr gelungen. Nur mit dem Geist aus der «Belle Epoque» war es möglich, vom siebten Platz aus Meister zu werden. Bob Hartley hat sich mit den Geistern des alten Hallenstadions verbündet und jenen «Hallenstadion-Grove» geweckt, der immer über Talent und Geld triumphiert. Der SCB hatte im Final in allen Bereichen die bessere Statistik – und ging trotzdem unter.

Aber es gelingt einem Trainer eben nicht immer, die in vielen Richtungen wirkenden Energien im neuen Hallenstadion zu bündeln, die Stars zu disziplinieren und die Dynamik aus der grössten Juniorenabteilung im Lande konstruktiv ins Team zu übertragen. Selbst so grosse Namen wie der Welttrainer Bengt-Ake Gustafsson (Weltmeister und Olympiasieger) sind gescheitert.

Es gibt keine Gebrauchsanleitung, die Sportchef Edgar Salis jeweils dem Trainer in die Hand drücken kann. Jeder muss seinen Weg finden und es führen viele Wege zum Triumph – und noch mehr Wege ins Chaos. NHL-General Bob Hartley formte aus einer Mannschaft, die dreimal hintereinander schon in der ersten Playoffrunde schmählich gescheitert war, ein Meisterteam. Also ist es nur logisch, dass nun wieder einem NHL-General das Kommando übertragen wird.

Ob auch Marc Crawford die ZSC-Chaoskultur nach seinem Willen zu formen vermag wie sein Vorgänger, ist allerdings fraglich. Er ist nicht auf die gleiche Art und Weise besessen vom Eishockey wie Bob Hartley. Er ist eher ein Wohlfühltrainer, ein Kommunikator und Technokrat ohne Fortune wie unser Verbandsdirektor Ueli Schwarz.

Die Chancen der ZSC Lions

1. Lukas Flüeler ist jetzt ein Meistergoalie.

2. Marc Crawford hat gleich viele Stanley Cups gewonnen wie sein Vorgänger Bob Hartley (einen) und erst noch im gleichen Team (Colorado).

3. Ryan Shannon ist noch talentierter und im Abschluss effizienter als Jeff Tambellini.

4. Mit Morris Trachsler kommt ein Defensivstürmer der oberen Hubraumklasse.

5. Mathias Seger verteidigt auf dem gleichen Niveau wie letzte Saison.

6. Patrik Bärtschi und Thibaut Monnet sind zu sich selber im Training nicht mehr so gnädig wie letzte Saison und von allem Anfang an fit.

7. Die ZSC Lions haben nicht alles vergessen, was sie von Bob Hartley gelernt haben.

Die Risiken der ZSC Lions

1. Die ZSC Lions haben zu viel von dem vergessen, was sie unter Bob Hartley gelernt haben.

2. Leitwolf Mathias Seger fällt in die schlechten defensiven Gewohnheiten der Saison 2010/11 zurück.

3. Der neue Trainer Marc Crawford hat seit 1996 immer und überall verloren, wenn es wirklich zählte – 1998 beim Olympischen Turnier sogar mit Wayne Gretzky im Team.

4. Der Titelgewinn vom siebten Platz aus ist eine schwere Hypothek: Wenn es in der Qualifikation nicht läuft, werden sich die Spieler zurücklehnen und einem tobenden Sportchef mit einem Lächeln sagen: Was willst Du? Im Vorjahr hat es am Schluss ja auch gereicht.

5. Meistergoalie Lukas Flüeler ist nicht gut genug, um defensive Nachlässigkeiten seiner Vorderleute auszubügeln.

6. Bei Patrik Bärtschi und Thibaut Monnet besteht weiterhin ein reziprokes Verhältnis zwischen Salär und Torproduktion.

7. Für den vorletzten Meistertitel 2008 büssten die Lions mit drei Viertelfinalpleiten in Serie und vier Trainerwechsel.

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