«Titanic»-Brief für über 30 000 Franken versteigert
Aktualisiert

«Titanic»-Brief für über 30 000 Franken versteigert

Das kurze Schreiben war drei Tage vor dem Untergang des Luxusschiffes im April 1912 während des letzten Landgangs abgeschickt worden.

Nun wurde der Brief in Nordengland für umgerechnet 30 600 Franken versteigert.

Die Titanic rammte in der Nacht vom 14. auf den 15. April einen Eisberg. 1490 der 2201 Menschen an Bord kamen ums Leben. Die Verfasserin des Briefes, Alice Lenox-Conyngham, entging der Tragödie, weil sie nur am ersten Teil der Reise von Southampton nach Cherbourg in Frankreich teilnahm. Danach ging sie von Bord.

«Mir ist gesagt worden, dass dies die Jungfernreise der Titanic ist, und deshalb finde ich, dass ich mal von ihrem Papier Gebrauch machen sollte», beginnt der Brief, der künftig ein irisches Pub schmücken wird.

Ihrem Neffen Alan Duff schrieb Lenox-Conyngham in dem Brief von ihrem Aufenthalt auf dem als unsinkbar geltenden Schiff. Bereits vor dem Auslaufen aus Southampton sei das Schiff nur knapp einer Kollision entgangen. Von dem Vorfall hätten sie erst erfahren, als die brenzlige Situation schon wieder vorüber gewesen sei.

Alan Duffs Tochter nutzte den Brief bis vor Kurzem als Lesezeichen. Erst bei einem Gespräch mit der Auktionärin Diane Sinnott wurde ihr dessen Wert bewusst. Die Stempel auf den Briefmarken gäben eindeutig Auskunft über die Herkunft des Briefs, der alles «aufweise, was man erwarten» könne, sagte die Expertin.

Die Grossnichte der Verfasserin bezeichnete es als «absolut lächerlich», so viel Geld für einen «hingekritzelten» Brief auszugeben. Von dem Erlös leistet sie sich jetzt eine Australien-Reise. (sda)

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