55 Jahren ohne Titel - Titelhungrige Engländer müssen im EM-Final ihren Italien-Fluch besiegen
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55 Jahren ohne TitelTitelhungrige Engländer müssen im EM-Final ihren Italien-Fluch besiegen

Der grosse EM-Final im Londoner Fussball-Palast wird am Sonntag um 21 Uhr angepfiffen. Nach vier Niederlagen will England endlich Italien bei einem grossen Turnier schlagen.

von
Sophie Klein
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Die Three Lions aus England sind nach einer starken K.o.-Runde heiss auf den EM-Titel.

Die Three Lions aus England sind nach einer starken K.o.-Runde heiss auf den EM-Titel.

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Mit dem statistisch besten Goalie einer EM-Runde haben die Engländer nach Jahren endlich wieder einen soliden Rückhalt.

Mit dem statistisch besten Goalie einer EM-Runde haben die Engländer nach Jahren endlich wieder einen soliden Rückhalt.

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Und auch Coach Gareth Southgate lässt den Löwen-Brüller zum EM-Final im Wembley erschallen. 

Und auch Coach Gareth Southgate lässt den Löwen-Brüller zum EM-Final im Wembley erschallen.

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Darum gehts

  • Am Sonntag trifft Italien im EM-Final auf England.

  • Die Bilanz an grossen Turnieren spricht eine klare Sprache.

  • Die Three Lions kämpften sich in den Final, Italien marschierte einfach durch das Turnier.

Am Sonntagabend findet das grosse EM-Spektakel im Londoner Wembley-Stadion statt. Italien trifft im Final auf England. Nach dem bisherigen Turnierverlauf dürfte es eine Begegnung auf Augenhöhe werden. Wirft man aber einen Blick in die Statistikbücher, sollte den Anhängern der Three Lions Angst und Bange werden.

Acht Mal sind die beiden grossen Fussball-Nationen in einem Pflichtspiel aufeinander getroffen. Dabei ging Italien sechs Mal als Sieger vom Platz, einmal gab es ein Unentschieden und nur ein einziges Mal konnten die Three Lions über die Squadra Azzurra triumphieren (WM-Quali 1977). Noch verheerender ist die Bilanz aus englischer Sicht an grossen Turnieren: Alle vier Duelle gegen Italien gingen verloren!

Insgesamt sind die beiden Nationalmannschaften schon 27 Mal gegeneinander angetreten. Daraus resultierten elf italienische Siege sowie acht Erfolge für die Mannschaft von der Insel. Acht Mal gab es zudem ein Unentschieden. Das Verrückte: Das Torverhältnis ist mit je 35 Treffern vor dem Knüller im EM-Final genau ausgeglichen. Dazu kommt, dass noch keinem Spieler mehr als zwei Tore gegen die jeweils andere Nation gelungen sind.

Mit Italiens Lorenzo Insigne steht aktuell nur ein einziger Akteur in den beiden Final-Kadern, der schon einen Treffer im prestigeträchtigen Duell auf seinem Konto hat. Gelingt es dem Napoli-Flügel im Final, den Ball zweimal im englischen Tor zu versenken, würde er zum Top-Torschützen aller Duelle der beiden Mannschaften werden. Alle weiteren Spieler bräuchten hierfür drei Kisten.

England wartet seit 55 Jahren

Der einzige internationale Erfolg Englands war die Weltmeisterschaft 1966, als man in einem legendären  Endspiel Deutschland mit 4:2 nach Verlängerung bezwang. England könnte somit erstmals eine Europameisterschaft gewinnen. Es wäre das Ende einer 55-jährigen Leidenszeit der Three Lions. Die englischen Fans sind daher schon jetzt völlig aus dem Häuschen.

Doch dass diese EM noch so für das Team von Trainer Gareth Southgate enden könnte, damit hätte zu Beginn des Turniers keiner gerechnet. Denn die Three Lions starteten eher mühevoll in das Turnier. In der Gruppenphase schafften sie es mit zwei knappen 1:0-Siegen gegen Tschechien und Kroatien zu punkten. Das Briten-Derby gegen Schottland endete 0:0.

Erst mit dem Einzug in die K.o.-Runde lief das Team um Harry Kane langsam heiss. Zuerst brachen sie den Deutschland-Bann im Achtelfinal mit einem 2:0-Sieg. Dann schossen sie die Ukraine im Viertelfinal mit 4:0 ab und am Ende jubelten sie sich mit einem glücklichen 2:1-Sieg nach Verlängerung im Wembley gegen Dänemark in den Final. Jordan Pickford wurde unterdessen zum erfolgreichsten Goalie einer EM-Endrunde, da er bis zum Halbfinal keinen einzigen Gegentreffer kassierte. Die Torbilanz des Turniers bisher: 8:1.

Die Azzurri mit Vollgas in den EM-Final

Auch für die Italiener könnte der Traum eines Titels wieder wahr werden. Zwar liegt ihr letzter grosser Erfolg nur einige Jahre zurück – Weltmeister 2006 – doch die Azzurri konnte sich in den darauffolgenden Turnieren nicht gerade mit Ruhm bekleckern. Denn nach dem WM-Vorrunden-Aus 2014 war das Team für die WM 2018 nicht einmal qualifiziert gewesen.

Dafür geben sie bei dieser EM von Beginn an Vollgas. Ihre Gruppe schlossen sie ungeschlagen als Gruppensieger ab. Zweimal siegten sie mit 3:0, einmal davon auch gegen die Schweizer Nati. Und auch beim letzten Gruppenspiel gegen Wales konnte die Azzurri mit einem 1:0-Sieg ungeschlagen und als Spitzenreiter der Gruppe in den Achtelfinal einziehen. Dort trafen sie dann zunächst auf ihre starken Nachbarn aus Österreich, konnten sich aber mit 2:1 durchsetzen.

Ein weiterer 2:1-Sieg gelang ihnen gegen die Weltnummer 1 Belgien. Und im Halbfinal-Kracher gegen Spanien wurde es dann richtig heiss. Verlängerung und dann Penaltyschiessen, 5:3 war der Endstand. Jetzt trifft die Überflieger-Mannschaft mit einem Torverhältnis von 16:4 bei dieser EM auf hungrige Löwen.

Mit dem wohl coolsten Penalty dieser EM schoss Jorginho Italien in den EM-Final.

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