Titlis-Retter haben schon Hochbetrieb
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Titlis-Retter haben schon Hochbetrieb

Zuerst wegen Steinen auf der Piste, jetzt wegen Lawinen: Derzeit herrscht bei Werner Durrer (41) und seiner Pisten- und Rettungs-Crew auf dem Titlis Hochbetrieb.

Gut 25 Zentimeter Schnee sind in der Nacht auf gestern am Titlis gefallen. «Die aktuelle Gesamtschneehöhe von 66 Zentimeter liegt zwar immer noch unter dem Durchschnitt, ist aber besser als nichts», meint Werner Durrer, stellvertretender Pisten- und Rettungschef.

Noch vor wenigen Tagen war er mit einem Eimer unterwegs: «Den ganzen Tag lang sammelte ich Steine von den Pisten», erzählt Durrer. Vier bis fünf Unfälle habe es pro Tag gegeben. «Bei bis zu 9000 Gästen täglich ist das relativ wenig», sagt der Fachmann und erklärt: «Die Pisten waren so schmal und voll, dass schnelles Fahren gar nicht möglich war.»

Inzwischen ist der Stein-Eimer nicht mehr nötig – stattdessen brauchts wegen erhöhter Lawinengefahr Sprengungen. Gestern Morgen jagten Durrer und seine Crew 50 Kilogramm Sprengstoff in die Luft und lösten so kontrolliert Lawinen aus. «Danach mussten wir vor allem im Gipfelbereich Schnee räumen – von Hand, versteht sich», sagt Durrer. Und gefrorene Zehen kenne er nicht: «Ich schwitze beim Arbeiten sogar bei minus 25 Grad.»

Eva Wirth

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