«Winterthur»: Tobi Gmür bringt zweites Mundart-Album heraus
Aktualisiert

«Winterthur»Tobi Gmür bringt zweites Mundart-Album heraus

«Winterthur» heisst das neue Album des Luzerner Musikers Tobi Gmür (43). Die Single «Stephanie ufem Riiserad» geniesst bereits viel Airplay.

von
Martin Messmer
Tobi Gmür im Interview vor dem Riesenrad der Luzerner Määs. Kein zufälliger Schauplatz: Seine neue Single heisst «Stephanie ufem Riiserad», das Album dazu «Winterthur».

Tobi Gmür im Interview vor dem Riesenrad der Luzerner Määs. Kein zufälliger Schauplatz: Seine neue Single heisst «Stephanie ufem Riiserad», das Album dazu «Winterthur».

Jahrelang hat Tobi Gmür mit seiner Band Mothers Pride auf Englisch gesetzt. Jetzt lässt ihn das Schweizerdeutsche nicht mehr los: Nach seinem ersten Mundart-Album «Sincerely, T. Gmür» erscheint am 25. November das zweite Mundart-Werk, das den Titel «Winterthur» trägt. Die Mundart sei vorerst gesetzt, sagt Gmür, sie behage ihm bestens: «Da finde ich viel mehr Futter für meine Songs.»

Die Single «Stephanie ufem Riiserad» läuft bereits auf vielen Radiosendern; sie handelt von einer unbeschwerten Jugendliebe in einer Zeit, in der es noch keine Handys gab. Am Montag wird das Video zum Song aufgenommen, gefilmt wird auf dem Riesenrad bei der Määs in Luzern.

«Die Stadt Winterthur hat viel Charme»

Den Namen «Winterthur» trägt das Album, weil Gmür die Songs in der Eulachstadt aufgenommen hat, in den Dala Studios mit Produzent David Langhard (Admiral James T.) Aber nicht nur deswegen: «Ich war zum ersten Mal längere Zeit in Winterthur, es ist eine sehr charmante Stadt, die man als Luzerner sonst nicht so auf dem Radar hat.» Auch der FC Winterthur gefällt ihm, «es ist der am schlausten geführte Club der Schweiz mit viel Kultur».

Erster Verein bleibt für Gmür aber natürlich der FCL, dessen Heimspiele er fast alle besucht. Und schliesslich gibt es noch einen weiteren Grund für den Namen Winterthur: Züri West, die Gmür sehr schätzt, brachten einst ein Album namens «Wintertour» raus. «Das ist eine kleine, versteckte Reminiszenz an die Band», sagt der Musiker.

Wuchtig auch ohne Lautstärke

Insgesamt sind die neuen Songs wieder sehr persönlich ausgefallen. «Allerdings in der Tendenz etwas heiterer als noch auf dem letzten Album.» Zu finden sind etwa Texte über seinen besten Freund oder eine Hommage an den legendären Musiker Hösli, der an Krebs verstarb.

Auffallend ist, dass die Musik allgemein nicht mehr so rockig und laut wie noch zu Mothers-Pride-Zeiten daherkommt. Gmür sagt dazu: «Mit über 40 Jahren habe ich endlich realisiert, dass Musik keine Lautstärke braucht, um wuchtig zu sein.»

Ab dem Winter präsentiert Gmür das neue Album auf den Bühnen der Deutschschweiz – gemeinsam mit Sämi Gallati (Gitarre), Kuno Studer (Gitarre) und Rafi Woll (Schlagzeug).

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