Aktualisiert 04.03.2011 10:46

BaselTochter vom Stiefvater vergewaltigt

Ein 29-jähriger Thailänder steht vor dem Basler Strafgericht: Ihm wird vorgeworfen, seine Stieftochter mehrfach vergewaltigt zu haben.

von
Denise Dollinger

Lucie* war sechs Jahre alt, als sich ihr damals 21-jähriger Stiefvater ihr näherte und sie betatschte. Zwei Jahre später dann vergewaltigte er das Mädchen zum ersten Mal. Der Wunsch, sich seiner «Traumfrau» so nahe zu fühlen, bestand laut Aussagen des Angeklagten schon lange. «Ich war mehr als ein Vater – ich war auch Freund und Liebhaber», sagte der wegen mehrfacher Vergewaltigung und mehrfacher Herstellung von Pornografie Angeklagte am Mittwoch vor Gericht. Er ist denn auch überzeugt, dass Lucie den wiederholten Geschlechtsverkehr auch wollte. «Ich habe sie immer gefragt, ob das für sie auch okay sei. Hätte sie verneint, hätte ich aufgehört», behauptet er. Sie sei auch damit einverstanden gewesen, dass er 2009 den Sex mit ihr mit dem Handy filmte. Für die verschiedenen Arten des Verkehrs wählte er «kindliche Codenamen» wie «Wackelpudding» und «Rutschbahn».

Lucie erklärte am Mittwoch via Video, dass sie ihrem Stiefvater bei jedem erneuten Verkehr abermals sagte, er solle aufhören und dass er ihr weh mache. «Er hat mir meine Kindheit zerstört», so die heute 15-Jährige.

Ihr Peiniger schärfte ihr immer wieder ein, sie solle «das gemeinsame Geheimnis» für sich behalten. Dies machte das Mädchen auch, bis in der Schule das Thema Vergewaltigung angesprochen wurde. Da merkte sie, dass ihr Stiefvater genau das schon zigmal mit ihr gemacht hatte. Das Urteil wird heute erwartet.

*Name der Redaktion bekannt

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