Neuseeland: Tochter von Schweizerin auf hoher See vermisst
Publiziert

NeuseelandTochter von Schweizerin auf hoher See vermisst

Zusammen mit ihrem Vater setzte Que, die sechsjährige Tochter einer Schweizerin, in Neuseeland Segel. Seither fehlt jedes Lebenszeichen.

von
num
1 / 3
Alan Langdon mit Tochter Que. Er sei ein sehr erfahrener Segler, sagen Bekannte.

Alan Langdon mit Tochter Que. Er sei ein sehr erfahrener Segler, sagen Bekannte.

Facebook
Mit diesem Katamaran verschwanden die beiden am 17. Dezember, als sie in Neuseeland in See stachen.

Mit diesem Katamaran verschwanden die beiden am 17. Dezember, als sie in Neuseeland in See stachen.

Polizei
Sollte Langdon sich mit diesem kleinen Katamaran von Neuseeland nach Australien aufgemacht haben, sei das schlicht «töricht», so die Polizei. Inzwischen sind Vater und Tochter tatsächlich in Australien wieder wohlbehalten aufgetaucht.

Sollte Langdon sich mit diesem kleinen Katamaran von Neuseeland nach Australien aufgemacht haben, sei das schlicht «töricht», so die Polizei. Inzwischen sind Vater und Tochter tatsächlich in Australien wieder wohlbehalten aufgetaucht.

Polizei

Der erfahrene Segler Alan Langdon (49) setzte mit Tochter Que (6) im Hafen von Kawhia Segel. Ihr Ziel: Auf die andere Seite der Nordinsel zu gelangen, um in Whangarei mit Freunden Weihnachten zu feiern. Am 17. Dezember bestiegen sie ihren sechs Meter langen Katamaran.

Doch seither ist der Kontakt zu ihnen abgebrochen. Vater und Tochter wohnen gemeinsam mit der Neuseeländerin Mary Smith in Kawhia, die von neuseeländischen Medien als «Adoptiv-Grossmutter» von Que bezeichnet wird. Smith sagt zu lokalen Medien: «Ich habe nichts mehr von ihnen gehört, seit ich ihnen Lebewohl gesagt habe. Es geht mir gar nicht gut.»

«Bin überzeugt, dass es ihnen gut geht»

Que hat eine Schweizer Mutter, die zur Zeit ihres Verschwindens für Ferien in der Schweiz weilte. Sie will noch nicht ans Schlimmste denken. Sie sagt zu Stuff.co.nz: «Ich bin überzeugt davon, dass beide leben und es ihnen gut geht.» Que habe ihre ersten viereinhalb Jahre auf einem Katamaran verbracht.

Im März 2015 hätten sie zu dritt den Zyklon Pam überlebt, als dieser ihr früheres Boot zerstört hatte. «Mein Bauchgefühl sagt mir nun, dass sie einfach weiter westlich getrieben sind.»

Mary Smith sagte, dass Langdon seit Monaten am Katamaran gearbeitet habe, um ihn seetauglich zu machen. Am 17. Dezember sei die Jungfernfahrt gewesen. «Ich habe ihnen noch zugewinkt. Er schien sehr glücklich zu sein, wie immer, wenn er auf dem Wasser ist.»

Suchaktion bislang erfolglos

Eigentlich sei abgemacht gewesen, dass er sich melde, sobald er Land erreicht. Smith sagt: «Wir können ihn nicht erreichen, aber die Batterie könnte leer sein oder das Handy ausgeschaltet, wir wissen es nicht.»

Eine gross angelegte Suchaktion, auch aus der Luft, wurde ausgelöst. Bisher vergeblich. Die Polizei äusserte grosse Sorge um das Wohlbefinden der beiden Vermissten.

Deine Meinung