Tod auf der Schlittelbahn: Das Fahrverbot ignoriert?
Aktualisiert

Tod auf der Schlittelbahn: Das Fahrverbot ignoriert?

Eine Schlittlerin prallte im Berner Oberland voller Wucht in eine Schneefräse und wurde tödlich verletzt. Offenbar wagte sich die Frau trotz Verbot auf die geschlossene Piste.

Andreas Fahrni hatte am Montagnachmittag gerade seine Rodelbahn in Oberlangenegg geschlossen. «Da klopfte eine Frau an das Fenster unserer Blockhütte, weil sie schlitteln wollte», so Fahrni. «Nach unserem Nein ging sie wieder.» Die nur mit Sandalen und Trainerhose bekleidete Amerikanerin muss sich aber heimlich einen Reifen geschnappt haben. In den Socken wagte sie sich dann auf die Schlittelbahn.

Fahrni selbst war auf dem Weg zum Start. «Ich nahm unterwegs die Fräse und wollte sie in der Bahn wenden.» Genau in dem Moment sauste die 50-jährige Frau heran und prallte in die quer über der Bahn stehende Maschine. Sie erlag später ihren schweren Verletzungen. «Wäre sie nur eine Minute später hinuntergefahren, wäre nichts passiert», so Fahrni. Die Bahn, auf der bereits vor einem Jahr ein 12-Jähriger in eine Fräse gerast war, bleibt nun vorläufig geschlossen.

Lorenz Hanselmann (sda)

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