«Tod des Parma-Fans war ein tragischer Unfall»
Aktualisiert

«Tod des Parma-Fans war ein tragischer Unfall»

Das Gewaltproblem in Italiens Fussball zeigte am Sonntag erneut sein hässliches Gesicht. Das Innenministerium überprüft weitere Sicherheitsmassnahmen.

«Die Ermittlungen sind noch im Gange. Der Tod des Parma-Fans war ein tragischer Unfall, trotzdem müssen wir immer für höchste Sicherheit sorgen. Es gibt nach wie vor viele Gefahren», so Italiens Polizeichef Antonio Manganelli. Das Innenministerium prüfe nun die Einführung einer Fan-Karte. Darauf sollen alle Daten des Anhängers registriert sein.

Wie die Deutsche Sportinformation weiter berichtet, könne der Fan auch von Vergünstigungen profitieren. So soll er enger an seinen Klub gebunden werden. «Fans mit dieser Karte sollen Auswärtsspielen ihrer Mannschaft beiwohnen können, auch wenn aus Sicherheitsgründen die Anreise von Anhängern des Gästeteams verboten ist», so Manganelli.

Wie der Polizeichef versicherte, sei die Partie zwischen Juventus und Parma nicht aus Angst vor Krawallen abgesagt worden, sondern als Zeichen der Trauer. Zuvor war ein Parma-Fan bei einer Autobahnraststätte von einem Juventus-Fancar überfahren und dabei getötet worden.

Das Gewaltproblem ist schon seit längerem aktuell in der Serie A. Nach dem Tod des Polizisten Filippo Raciti bei Krawallen in Palermo im Februar 2007 und dem Tod eines Lazio-Fans wurden bereits Massnahmen ergriffen. Diese haben bisher positive Resultate hervorgebracht: «Seit Racitis Tod ist die Zahl der Krawalle in der italienischen Meisterschaft um 40 Prozent zurückgegangen. Die Zahl der Verletzten ging um 60 Prozent zurück», so Manganelli.

(fox)

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