Aktualisiert 11.06.2008 15:49

TragödieTod im Silo

Ein Vater und sein Sohn sind im Silo ihres Bauernbetriebes im waadtländischen Marchissy tot aufgefunden worden.

Die beiden wurden gegen Mittag in einem Silo entdeckt, in dem sie am Vortag frisch geschnittenes Gras eingelagert hatten.

Die leblosen Körper der beiden Männer lagen im zweitobersten Segment des Silos, wie die Waadtländer Kantonspolizei in einem Communiqué mitteilte. Die rasch herbeigerufene Feuerwehr habe vor der Bergung zuerst das zu 80 Prozent gefüllte Silo lüften müssen.

Bei den Opfern handelt es sich um einen 63-jährigen Landwirt und seinen 37-jährigen Sohn. Beide seien durch die im Silo entstehenden Gase vergiftet worden, erklärte ein Polizeisprecher auf Anfrage. Der genaue Unglückshergang sei aber noch nicht geklärt.

Zurzeit gehe man davon aus, dass der eine Mann den anderen habe retten wollen und dabei selber das Bewusstsein verloren habe. Der Untersuchungsrichter habe eine Strafuntersuchung eingeleitet, sagte der Sprecher weiter.

Das Drama trifft eine in Marchissy fest verankerte Bauernfamilie. Der Sohn war Mitglied der Gemeindeexekutive. Den Betrieb hatte er vom Vater erst vor kurzem übernommen. Er ist Vater von zwei Kleinkindern. Sein Vater hatte früher ebenfalls dem Gemeinderat angehört.

Das 350-Seelen-Dorf stand unter Schock. Nach Angaben der Gemeinde werden die Familienangehörigen psychologisch betreut. Das Vieh der Verunglückten versorgen andere Landwirte der Gegend.

(sda)

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