Attinghausen UR: Tod von 11 Jährigem: Es war kein Selbstmord

Aktualisiert

Attinghausen URTod von 11 Jährigem: Es war kein Selbstmord

Der 11-jährige Knabe aus Spiringen, der Anfang April in Attinghausen eine 110 Meter hohe Felswand hinunterstürzte, hat keinen Suizid begangen.

von
mh

Zu dieser Einschätzung kommt der Erziehungsrat des Kantons Uri nach Abschluss des Untersuchungsverfahrens. Die Behörden gehen von einem Unfall aus. Es hatte der Verdacht bestanden, dass der Junge wegen Mobbing durch Schulkollegen Selbstmord begangen habe. Fachpersonen des Erziehungsrates kamen nach Gesprächen mit Schülern, Eltern und Lehrpersonen aber zum Schluss, dass beim Schüler keine Suizidgefahr bestanden habe. Kritik erhält die Schule trotzdem: «Die Lehrer haben zwar vieles getan, die Verantwortung aber zu schnell an Fachper­sonen abgeschoben», sagt Peter Horat, Direktionssekretär der Bildungs- und Kulturdirektion Uri. Dies sei im Kanton Uri zwar der übliche Weg, die Lehrer hätten aber trotzdem mehr Eigeninitiative zeigen können. Der Erziehungsrat will nun die Zusammenarbeit mit den Fachpersonen überprüfen.

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