Todesfahrer in geschlossener psychiatrischer Klinik
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Todesfahrer in geschlossener psychiatrischer Klinik

Ende Juni 2007 wurden bei einer schweren Kollision auf der A2 vier Arbeiter getötet. Der Autofahrer wurde jetzt vorsorglich in eine geschlossene psychiatrische Klinik verlegt.

Der zuständige Amtsstatthalter liess vom 28-jährigen Autofahrer ein psychiatrisches Gutachten erstellen. Das Gutachten liegt seit Ende August 2007 vor. Der Gutachter empfiehlt - angesichts des Gesundheitszustandes des Autofahrers - eine stationäre Massnahme in einer geschlossenen psychiatrischen Klinik.

Der Angeschuldigte befand sich bis Mitte September 2007 in Untersuchungshaft. Er wurde psychologisch betreut. Am letzten Donnerstag (13.09.) wurde er im Rahmen einer vorsorglichen Massnahme in eine geschlossene psychiatrische Klinik verlegt.

Betrunken, aber keine Drogen

Die vom Institut für Rechtsmedizin der Universität Zürich ausgewertete Blutprobe hat beim Autofahrer einen Blutalkoholwert von 1,76 Promille zum Zeitpunkt des Ereignisses ergeben. Die detaillierten chemisch-toxikologischen Auswertungen des Drogentests waren aber negativ. Der Mann stand zum Zeitpunkt der Fahrt also nicht unter Drogen- oder Medikamenteneinfluss.

Das Amtsstatthalteramt Hochdorf setzt die Strafuntersuchung fort. Dabei geht es auch um die detaillierte Klärung des Unfallhergangs. Wann die Untersuchung abgeschlossen sein wird, ist noch offen, schreibt die Luzerner Staatsanwaltschaft.

Der Mann hatte am Abend des 28. Juni auf der A2 bei Emmen mit seinem Personenwagen eine Absperrung bei einer Baustelle durchbrochen und war in eine Gruppe von neun Arbeitern gerast. Vier Menschen kamen ums Leben; die anderen erlitten zum Teil schwere Verletzungen.

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