Thurgau: Todesfall wegen Räucherfisch – Staatsanwaltschaft ermittelt

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ThurgauListerien im Räucherfisch – Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung

Dem Listerienfall in der Fischräucherei im Thurgau konnten 20 Erkrankungen zugeordnet werden, wovon eine tödlich verlief. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Thurgau ermittelt nun wegen fahrlässiger Tötung.

von
Ammar Jusufi
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Insgesamt 20 Erkrankungen konnten dem Listerienfall im Thurgau zugeordnet werden.

Insgesamt 20 Erkrankungen konnten dem Listerienfall im Thurgau zugeordnet werden.

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Weil eine davon tödlich verlief, ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen fahrlässiger Tötung. 

Weil eine davon tödlich verlief, ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen fahrlässiger Tötung. 

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Darum gehts

  • In einer Thurgauer Fischräucherei kam es im Sommer zu Listerienfällen. 

  • Das BAG konnte dem Vorfall 20 Erkrankungsfälle zuordnen.

  • Für eine betroffene Person verlief die Erkrankung tödlich. 

  • Die Staatsanwaltschaft des Kantons Thurgau ermittelt wegen fahrlässiger Tötung. 

Im Fall der Listerien im Thurgauer Fisch ermittelt die Thurgauer Staatsanwaltschaft seit letztem Sommer. Fabian Mörtl, Staatsanwalt im Kanton Thurgau, wisse aber erst jetzt aus den Medien, dass die Listerienfälle zu einem Todesfall geführt haben könnten. «Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft werden neu auch den Vorwurf der fahrlässigen Tötung umfassen», sagt Mörtl gegenüber dem SRF-«Regionaljournal».  

Die Fischräucherei aus Schlatt TG musste im Sommer feststellen, dass ihre Räucherfisch-Produkte mit Listerien belastet waren. Die Auslieferung der Produkte, die unter anderem bei Coop und der Migros verkauft wurden, wurde sofort gestoppt. Neulich teilte das BAG mit: Diesem Vorfall konnten insgesamt 20 Erkrankungsfälle zugeordnet werden, wovon je die Hälfte Frauen und Männer waren. Für eine betroffene Person verlief die Erkrankung tödlich.

Kontamination ist behoben

Die Räucherei leitete zusammen mit den Behörden verschiedene Massnahmen ein, um das Problem zu beheben. Im Herbst gelang ihnen eine vollständige Sanierung der Quelle und die Behörden gaben grünes Licht für die Räucherfisch-Produkte.

Der Betrieb erfuhr erst durch die Medien vom Todesfall. Der Geschäftsführer Martin Junker war schockiert und sprach vom «schlimmsten möglichen Szenario». Das BAG teilte mit, dass die Kontamination mittlerweile behoben worden sei und keine Gefahr mehr für die öffentliche Gesundheit bestehe. 

Trauerst du oder trauert jemand, den du kennst?

Hier findest du Hilfe:

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Seelsorge.net, Angebot der reformierten und katholischen Kirchen

Muslimische Seelsorge, Tel. 043 205 21 29

Jüdische Fürsorge, info@vsjf.ch

Lifewith.ch, für betroffene Geschwister

Verein Regenbogen Schweiz, Hilfe für trauernde Familien

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Pro Senectute, Beratung älterer Menschen in schwierigen Lebenssituationen

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