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Netze im RebbergTodesfallen für Igel

Jahr für Jahr kommen in den Rebbergen Igel qualvoll ums Leben, weil sie sich in unsachgemäss verlegten Rebnetzen verfangen. Mit mehr Verantwortungsbewusstsein könnte nach Ansicht des Vereins pro Igel dieses Leid vermieden werden.

Jeden Spätsommer ereigne sich die gleiche tragische Geschichte, schreibt der Verein in einer Mitteilung vom Donnerstag. Auf Nahrung suchende Igel verhedderten sich hoffnungslos in schlecht gespannten Rebnetzen. Die Folge sei ein langer, qualvoller Todeskampf für die kleinen Stacheltiere. Auch wenn sie sich befreien könnten, seien sie durch die Fäden oft schwer verletzt.

Rebnetze sind nicht nötig

Nach Meinung des Vereins pro Igel wären in vielen Fällen Rebnetze gar nicht nötig. Manchmal genüge schon ein akustisches Warnsignal, um Vögel von den Trauben fernzuhalten. Müssten dennoch Netze gespannt werden, müssten diese korrekt montiert werden. Es dürften keine losen Teile den Boden berühren. Ausserdem müssten die Netze regelmässig kontrolliert werden.

Für eine korrekte Montage der Netze hatten die eidgenössischen Forschungsanstalten und die Natur- und Tierschutzorganisationen Richtlinien erarbeitet, schreibt der Verein pro Igel. Eine Studie im Herbst 2008 habe jedoch ergeben, dass nur eine Minderheit der Winzer diese Regeln beachte.

(sda)

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